Wernigerode l Der Verkauf von Hasseröder an den Finanz-investor Daniel Deistler aus Frankfurt ist geplatzt. In einer Belegschaftsversammlung sind die Mitarbeiter der Hasseröder Brauerei in Wernigerode am Montag darüber informiert worden. Die Stimmung war nach Volksstimme-Informationen entsprechend schlecht.

Einzig: Es bleibt alles beim Alten, wie der Großkonzern Anheuser-Busch InBev zum Vertragsabschluss mit Deistler und dessen Beteiligungsfirma CK Corporate Finance zu Jahresbeginn 2018 versprochen hatte. Gleiches gilt für die Belegschaft der Diebels-Brauerei in Issum am Niederrhein.

Zweifel an Seriosität von Deistler

Die Übernahme der Marken Hasseröder und Diebels vom weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch sollte zum 30. Juni abgewickelt sein. In der Zwischenzeit kamen Zweifel an der finanziellen Seriosität von Deistler auf, der dies vehement bestritt. Wie die Konzernleitung nun mitteilt, sei die CK Corporate Finance Gruppe nicht allen Vertragsanforderungen für die Transaktion nachgekommen. Welche Anforderungen es sind, darüber schweigt der Konzern.

Indes sollen parallel zur Zusammenarbeit mit Deistlers Firma auch Gespräche mit anderen Interessenten geführt werden. „Wir streben weiterhin den Verkauf von Hasseröder und Diebels sowie deren Brauereistandorten an,“ betont Harm van Esterik, AB-Inbev-Deutschlandchef. „Uns ist es jetzt wichtig, für alle Beteiligten Klarheit darüber herzustellen, dass wir aktiv an Alternativen arbeiten und Angebote prüfen – besonders mit Blick auf unsere Mitarbeiter, Marken und Standorte.“ In Wernigerode sind es bei Hasseröder rund 260 Mitarbeiter.