Es ist ja nicht nur die unvermittelte Änderung in der gut 100-seitigen Düngemittelverordnung, die die Landwirte erzürnt. Bei der ähnlich umfangreichen Futtermittelverordnung müssen sie im Jahresrhythmus neue EU-Verordnungen beachten. Seit 2000 eine wahre Flut von neuen Paragrafen und Bestimmungen in allen Bereichen. Kein Wunder, dass sich insbesondere Familienbetriebe ohne eigene Verwaltungen schikaniert fühlen. Dazu weitere deutsche Gesetze, die die Wettbewerbsfähigkeit sogar innerhalb der EU gefährden, die Öffnung zum globalen Markt, schlechte Preise, Dürre.

Und während der Bauer weiterackert und die günstigsten und besten Lebensmittel seit Menschengedenken für wenig Geld an die Discounter liefert, wird er von Stadtmenschen als Bienenmörder und Tierquäler beschimpft. Gerichte gestehen sogar jedem selbst ernannten Tierschützer das Recht zu, in Ställe einzubrechen. Ob Energie- oder Agrarwirtschaft: Die Umweltpolitik zerstört Strukturen ohne neue zu schaffen.