PSA-Chef Carlos Tavares will die Macht der Arbeitnehmervertetung bei Opel mit allen Mitteln brechen. Er hat einen langen und lauten Krieg angekündigt. Sein Mittel ist Erpressung: Zur Not wird Eisenach sterben. In Spanien oder Polen sind die Arbeitnehmer geschmeidiger. Für Bodo Ramelow ist dieser Kampf eine Nummer zu groß. Und seine beschränkten Fördermöglichkeiten spielen bei PSA-Entscheidungen keine Rolle.

Das Wirtschaftsministerium in Berlin ist Ansprechpartner für PSA, an der auch die französische Staatsbank beteiligt ist. Nur dort kann ein nationaler und europäischer Subventionswettbewerb der Standorte, wie er schon 2010 im Gange war, verhindert werden. 260 Millionen DM hat Berlin Opel für das Werk in Eisenach bezahlt. Mehr als 30 Prozent des gesamten Investitionsvolumens getragen. Man sollte meinen, dass sich allein aus diesem Grund Wirtschaftsminister Peter Altmaier zuständig fühlen müsste. Außer lauwarmen Appellen ist von ihm aber nichts zu vernehmen.