Walldorf (dpa) l Zwischen Januar und März verdienten die Walldorfer 811 Millionen Euro, wie das Dax-Schwergewicht am Dienstag bei Vorlage endgültiger Zahlen mitteilte. Vor einem Jahr war erstmals seit fast 17 Jahren ein Quartalsverlust angefallen in Höhe von 108 Millionen Euro, weil SAP viel Geld in einen Stellenumbau gesteckt hatte. Auch die aktienbasierte Mitarbeitervergütung fiel dieses Mal deutlich schwächer ins Gewicht, weil der Aktienkurs nicht mehr so stark zugelegt hat. Viele Mitarbeiter bei SAP werden auch gemäß steigender Kurse der eigenen Aktie vergütet.

Co-Chefin verlässt Unternehmen

SAP hatte bereits vorläufige Zahlen vorgelegt und wegen der Corona-Krise seine Jahresprognose zusammenstreichen müssen. Der Umsatz war im ersten Quartal noch um 7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen legte aber nur dank Wechselkurseffekten noch um ein Prozent auf 1,48 Milliarden Euro zu. SAP hatte in der Nacht zudem mitgeteilte, dass die erst seit sechs Monaten amtierende Co-Chefin Jennifer Morgan Ende April aus dem Unternehmen ausscheidet und Christian Klein den Konzern dann allein führen soll.