Barleben l Beim Batterie- und Brennstoffzellenspezialisten Horiba FuelCon in Barleben (Landkreis Börde) ist am Freitag der Grundstein für die Erweiterung des Standorts gelegt worden. Damit verbunden sind Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro, 250 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Für die Erweiterung stehen 29.000 Quadratmeter bereit. In den kommenden Monaten werden eine neue Produktionshalle und Büros gebaut.

Ingo Benecke, technischer Geschäftsführer von FuelCon, ist erleichtert über den Startschuss am Standort. „Jeder Bau ist ein holpriger Weg“, sagt er. Zufrieden ist er, dass sich trotz erschwerter Bedingungen in Corona-Zeiten keine Verzögerungen ergeben hätten. Der Barleber Anlagenbauer werde in einer „zukunftsträchtigen Branche“ eine gute Rolle spielen.

Horiba-Gruppe übernahm 2018

FuelCon wurde 2001 von Ingo Benecke und Mathias Bode gegründet. Kernkompetenz: Prüfstände sowie Komplettlösungen für die E-Mobility-Branche. Seit Oktober 2018 gehört der Anlagenbauer zur japanischen Horiba-Gruppe. Der Standort im Barleber Ostfalenpark dient der Gruppe als Kompetenzzentrum für den Batterie- und Brennstoffzellenbereich.

Die Horiba-Gruppe mit Hauptsitz im japanischen Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter für Messtechnik und -systeme in unterschiedlichen Bereichen (unter anderem Automobilprüfung und Verfahrens- und Umweltkontrolle).

Bei einem Besuch in Barleben 2019 hatte Konzernchef Atsushi Horiba betont, die Automobilindustrie investiere zunehmend in neue Technologien. Das Werk der Tochter in Barleben solle wachsen, um der Nachfrage Rechnung zu tragen.

Staatssekretär Jürgen Ude ist glücklich über die „millionenschwere Erweiterung“ des Standorts. Er betonte, in Sachsen-Anhalt entstünden „die Zukunft der Mobilität und das Auto von morgen“. Zudem stärke die Investition den vom Wirtschaftsministerium unterstützten „E-Mobility-Campus“ Magdeburg-Barleben.

Weitere Auto-Expertise in Barleben

Im Technologiepark Ostfalen ist unter anderem eine Außenstelle des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) untergebracht. Geplant ist der vom Land finanzierte Aufbau eines „Center für Method Development“ (CMD) der OvGU. Dort sollen Lösungen entwickelt werden, wie sich ingenieurwissenschaftliche Entwicklungsprozesse im Automobil-Bereich verkürzen lassen.

In der Automobil-Branche in Sachsen-Anhalt arbeiten laut Wirtschaftsministerium derzeit etwa 270 Unternehmen mit rund 26 000 Beschäftigten.