Karlsruhe (dpa) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) muss sich in seiner kostenlosen "WarnWetter-App" auf Unwetterwarnungen beschränken. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden (Az. I ZR 126/18).

Alle darüber hinausgehenden Vorhersagen und Informationen darf die Bundesbehörde zum Schutz privater Mitbewerber nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert anbieten.

Der DWD hatte 2015 eine Gratis-App mit detaillierten Wetterberichten auf den Markt gebracht. Dagegen hatte das Bonner Unternehmen WetterOnline geklagt. Wegen des Streits bietet der Wetterdienst die App in der Vollversion schon seit längerem nur gegen Bezahlung an.

Der meteorologische Dienst der Bundesrepublik sitzt in Offenbach. Sein Auftrag ist in einem eigenen Gesetz festgelegt. Zu diesen Aufgaben gehört die Herausgabe amtlicher Unwetterwarnungen.

BGH-Mitteilung zu dem Urteil

DWD über die App