Stuttgart (dpa) - Die Teams der Deutschen Eishockey Liga werden künftig möglicherweise auf kleineren Eisflächen spielen.

Der Weltverband IIHF habe bei seinem Kongress in Rom beschlossen, die A-Weltmeisterschaften der Jahre 2022 in Finnland, 2023 in Russland und 2024 in Tschechien testweise auf Spielfeldern auszutragen, die der Größe in der nordamerikanischen Profiliga NHL entsprechen. Das sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur. Die Turniere 2020 und 2021 sind demnach noch nicht davon betroffen.

In der NHL sind die Felder mit 26 Metern etwa vier Meter schmaler als in der DEL. Dort müssten sie dann im Falle eines endgültigen IIHF-Beschlusses wohl auch in der DEL in einer Übergangsphase von zehn bis 15 Jahren angepasst werden, erklärt Tripcke. Sonst würden die Maße im Ligabetrieb und bei Länderspielen nicht übereinstimmen.

Zuvor hatte "sportschau.de" von der anstehenden Entscheidung des Weltverbands berichtet. "Der Trend geht eindeutig in die Richtung, dass die Spielfeldgröße in Europa auf 60 mal 26 Meter angepasst werden soll", sagte dort der bei der DEL für den Spielbetrieb zuständige Jörg von Ameln.

Sollten die Spielflächen tatsächlich auch in der DEL verkleinert werden, könnte das für die Clubs zu hohen Kosten führen. "Es gibt in Deutschland nicht viele Stadien, die diese Norm umsetzen können", betonte von Ameln. Dazu gehören etwa Mannheim, Köln und Berlin. "Ein Umbau würde für die anderen Vereine Kosten in Höhe von einer Million Euro darstellen", meinte von Ameln. Das würde für die Clubs weitreichende Folgen mit sich bringen.

"Wir werden sicher keinen zwingen, zu verkleinern", erklärte Tripcke. Beim Neubau von Hallen würden die Spielflächen dann aber sicher nach NHL-Maßen gebaut werden. "Die Gefahr ist dann, dass wir für eine relativ lange Zeit einen Flickenteppich haben."

DEL-Spielplan

DEL-Regeländerungen

Meldung bei sportschau.de