Schönhausen l Der neue Bürgermeister Jürgen Mund schwor die Schönhauser auf Zusammenhalt und Engagement ein und schwärmte von einer lebens- und liebenswerten Gemeinde Schönhausen.

 Auch wenn der erste Monat des Jahres 2020 schon rum ist – um sich alles Gute zu wünschen, ist es nie zu spät. Es war eine gesellige Runde, die sich unterm Dach des Bürgerzentrums einfand. Jürgen Mund hieß herzlich willkommen, nannte namentlich Bürgermeisterin Steffi Friedebold, den Landtagsabgeordneten Chris Schulenburg, Katja Gosdek vom Bismarckmuseum, Bernd Knust von der Volksbank Rathenow und Steffen Seifert von der Kreissparkasse, Marco Schirmer vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und den künftigen Landrat Patrick Puhlmann, Amtsinhaber Carsten Wulfänger hatte sich Grüße ausrichtend entschuldigt.

„Ich möchte mit ihnen über Probleme reden, Erfahrungen austauschen, Ideen entwickeln, gemeinsam in die Zukunft schauen“, wandte sich der Bürgermeister an das Publikum. Er blickte zurück auf die Zeit, in der er als Stellvertreter von Holger Borowski die Amtsgeschäfte übernehmen musste, „meine erste Aufgabe war die Einweihung der Sporthalle im Mai, für mich ein Highlight des letzten Jahres!“ Dann musste er sich entscheiden, ob er zur Wahl als neues Gemeindeoberhaupt antritt – der Familienrat gab nach ausgiebiger Diskussion „grünes Licht“. Mit deutlicher Mehrheit wurde er im September gewählt, „über den Vertrauensvorschuss habe ich mich natürlich sehr gefreut. Es ist jedoch eine große Verantwortung, die ich aber gewillt bin zu tragen.“

Und dann trug er vor, warum Schönhausen so lebens- und liebenswert ist: Die Gemeinde liegt in der Nähe von Stendal, Genthin, Rathenow, Havelberg und Tangermünde, zwei Stunden nach Hannover oder Hamburg, eine Stunde nach Magdeburg, nur wenig mehr nach Halle, Leipzig oder Berlin. „Bei dieser Aufzählung wird einem bewusst, wie zentral unsere Lage doch ist. Wir haben zirka 2100 Einwohner in vier Ortsteilen, einen Lebensmittelmarkt, Apotheke, Getränkemarkt, Bäcker, Physiotherapie, zwei Arztpraxen, ein Museum, viele gut funktionierende Vereine, zwei Sporthallen und weitere Sportstätten, Kreissparkasse und Volksbank, Kita und Hort und Grundschule, viele leistungsstarke Betriebe, Selbstständige, Handwerker und dazu die uns umgebende Natur. Was will man mehr? Der ideale Ort zum Leben! Alle lebenswichtigen Dinge sind vorhanden ohne das Getöse der Großstadt.

Doch es gibt auch viel zu tun. „Die ländliche Struktur findet weniger Unterstützung als die Ballungsgebiete. Hier müssen die politisch Verantwortlichen dringendst umdenken und eine ausgewogene und gerechte Verteilung von Mitteln im Auge behalten, um die Lage nicht noch weiterhin zu verschlechtern“ fordert er mit Blick auf das Land. „Es ist schwer, wenn nicht gar unmöglich, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln eine Kommune zu verwalten und die Pflichtaufgaben zu erfüllen.“

Thema Flutschadenbeseitigung: Von den 145 Maßnahmen mit einer Gesamtzuwendungshöhe von rund 25 Millionen Euro sind bisher 70 Projekte abgeschlossen. Auch in der Ortslage Hohengöhren und Hohengöhrener Damm werden abhängig von der Deichsanierung die gemeldeten Hochwassermaßnahmen fortgeführt. „In Zukunft werden uns die gemeindeeigenen Wohnungen in Atem halten. Hier haben wir rund 30 Prozent Lehrstand und etliche Wohnungen, die saniert oder renoviert werden müssen. Wie kann dies finanziert werden? Erkennbar ist ein gewisser Trend von jungen Menschen, in Schönhausen bleiben zu wollen, um hier auch zu bauen. Somit wird das Thema Bauland aktuell!“

Zeitnah soll ein Förderverein ins Leben gerufen werden, der sich mit der Pflege des Parks, dem Museum und anderen Dringlichkeiten befassen soll. Die Variante wurde gewählt, um mehr Finanztöpfe erreichen zu können und verwaltungstechnisch ungebundener zu sein, kündigt Jürgen Mund an.

Dank sagte er allen Ehrenamtlichen und den Vereinen: „Eine Dorfgemeinschaft mit einem reichhaltigen Angebot an Aktivitäten ist unbezahlbar und macht das Leben hier lebenswert.“ Auch die Feuerwehr schloss er in diesen umfassenden Dank ein. Und: „Auch ein Dankeschön an unsere leistungsstarken Betriebe, eine große Stärke!“ Dankende Worte richtete er auch an die Verwaltung der Verbandsgemeinde.Und zum Abschluss: „Lassen sie uns gemeinsam optimistisch in die Zukunft schauen und etwas bewegen!“