Washington (dpa) - Seit Beginn des Wahlkrimis in den USA entwickelt sich ein Mann mit amerikanischem Allerweltsnamen auch auf den deutschen Bildschirmen zu einem vertrauten Gesicht: der Wahlerklärer des Fernsehsenders CNN, John King.

Der 59-Jährige steht seit Tagen an der sogenannten Magic Wall, der elektronischen Zauberwand mit der Landkarte der amerikanischen Bundesstaaten, und rattert mit enormer Zuverlässigkeit Zahlen und Analysen herunter.

Aus aller Welt gibt es dafür Applaus. Selbst auf Twitter - ansonsten oft genug Platz für wilde Auseinandersetzungen - ist die Stimmung klar pro King. "Ich weiß zwar nicht viel über Politik, aber John King ist eine absolute Maschine!", kommentierte ein englischsprachiger Nutzer. Ein anderer schrieb: "John King ist wirklich gut in seinem Job."

Auch in Deutschland freuten sich viele in den sozialen Medien über die gelassene, schnelle und faktenkundige Art. "Ich würde auch gern so viel über den Landkreis Coesfeld wissen wie John King über kleine Countys in Arizona", twitterte ein Nutzer aus Deutschland schon in der ersten Nacht.

Der Vater von drei Kindern, zweimal geschieden, kommt aus dem Bundesstaat Massachusetts an der amerikanischen Ostküste. Nach dem Studium ging er 1985 als Reporter zur amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP). 1997 wechselte er zum Nachrichtensender CNN. Dort war er sechs Jahre lang als "Senior Correspondent" fürs Weiße Haus zuständig. Seither hatte er mehrfach eigene Sendungen.

Die USA kennt King bis ins kleinste Detail. Sein Finger trifft auf der Anzeigewand die winzigsten Flecken. Dabei erläutert er aufs Genaueste, welchen Einfluss Einwohner- und Wohnstruktur auf das Wahlverhalten haben. Immer wieder erlaubt er sich aber auch kleine Spitzen - eine angenehme Prise Humor in diesen Tagen. Auch wenn die Wahl so umstritten ist wie selten zuvor: Den Wahlerklärer von CNN sehen viele schon als klaren Gewinner.

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Ausschnitt Moderation John King

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Kurz-Biografie von John King bei CNN