Amsterdam (dpa) - In seiner Rolle als Last-Minute-Mann in der Fußball-Nationalmannschaft fühlte sich Nico Schulz sichtlich wohl. Freudestrahlend gab der Linksverteidiger von 1899 Hoffenheim in der Johan Cruyff Arena in Amsterdam Auskunft über seinen Glücksmoment.

In der Nachspielzeit hatte der 25-Jährige mit seinem zweiten Länderspieltor den für die Moral so wichtigen Treffer zum 3:2 gegen die Niederlande erzielt.

Sich selbst wollte der gebürtige Berliner dabei gar nicht in den Mittelpunkt rücken, obwohl er schon das 1:0 durch Sané hervorragend vorbereitet hatte. "Das zeigt, dass wir doch nicht so schlecht sind. Dass wir immer noch Deutschland sind und ein gutes Team sind und einen guten Spirit haben", sagte Schulz.

Schon bei seinem DFB-Debüt im September 2018 hatte er im Test gegen Peru den späten Siegtreffer zum 2:1 erzielt, damals ausgerechnet in seinem Heimstadion in Sinsheim. Die immens höhere Bedeutung des Tores gegen Holland war auch Schulz gegenwärtig. "Klar sind ein paar Spieler weggefallen, die auch wichtig sind. Aber trotzdem haben wir noch eine ganz gute Mannschaft", sagte er. In dieser Mannschaft sollte Schulz nach seinem guten Auftritt den lange als Problemzone deklarierten Platz auf der linken Außenbahn erstmal sicher haben.