Dortmund (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht den deutschen Profi-Fußball angesichts der Coronavirus-Pandemie in der größten Krise seiner Geschichte und sorgt sich um die Zukunft einiger Vereine.

"Es steht zu hoffen, dass die Bundesliga-Clubs in den vergangenen Jahren so viel Substanz gebildet haben, dass alle diese Krise überstehen", sagte Watzke in einer BVB-Mitteilung am Freitagabend. Für die Borussia sieht der 60-Jährige nach derzeitigem Kenntnisstand keine "existenzielle Gefährdung".

Zuvor hatte das Präsidium der Deutschen Fußball Liga angesichts der Coronavirus-Krise beschlossen, den 26. Bundesliga-Spieltag an diesem Wochenende komplett abzusagen. Diese Entscheidung wurde von Watzke offenbar nicht nur gutgeheißen.

"Das Präsidium der DFL hat eine Entscheidung getroffen, die es zu respektieren gilt - unabhängig davon, dass es sicher auch andere Ansätze gegeben hätte", meinte Watzke. Zuvor hatte schon Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor den ökonomischen Konsequenzen der Krise gewarnt, die sich durch eine Spieltagsabsage verschärfen dürften.

Mit Blick auf die einberufene Mitgliederversammlung der Profi-Clubs zum Wochenbeginn meinte Watzke. "Wir müssen das jetzt alle gemeinsam solidarisch tragen und am Montag die entsprechenden Ableitungen diskutieren. Gleichwohl gilt - auch abhängig von dem, was am Montag beschlossen wird -, dass sich der deutsche Profi-Fußball in der größten Krise seiner Geschichte befindet."

BVB-Appell

BVB-Mitteilung mit Watzke-Statement