Düsseldorf (dpa) - Heiko Herrlich hofft auf eine neue Chance als Trainer. "Ich bin ab dem 1. Juli wieder frei. Aber es muss ganz einfach passen", sagte der ehemalige Coach von Bayer Leverkusen der "Bild".

Nach seinem Aus beim Werksclub am 23. Dezember 2018 habe er "schnell wieder angefangen zu analysieren, was in der Bundesliga passiert. Jetzt bin ich bereit für einen neuen Job."

Die hohe Zahl der zuletzt beurlaubten Trainer schreckt den 47-Jährigen bei seiner Suche nach einer neuen Aufgabe nicht ab: "Ein Spruch trifft es ganz gut: 'Wer in die Küche möchte, darf keine Angst vor Hitze haben.' Früher haben Trainer und Sportchefs Allianzen gebildet, das ist heute alles etwas anders. Der kurzfristige Erfolg wird immer wichtiger. Darauf muss ich mich für kommende Aufgaben einstellen. Aber deshalb empfinde ich nicht mehr Druck."

Der einstige Nationalspieler lobte die Arbeit seines Nachfolgers Peter Bosz in Leverkusen: "Er hat die Mannschaft trotz des Ausscheidens im Pokal und in der Europa League auf Kurs gebracht, selbst nach drei Niederlagen in Folge. Er hat auch seine Taktik angepasst, als es sein musste. Nein, Peter ist ein toller Kollege, der das vollendet hat, was ich angefangen hatte."

Herrlich hatte die Bayer-Elf von Juli 2017 bis Ende 2018 gecoacht und in seinem ersten Jahr die Qualifikation für die Champions League nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz im Vergleich zum damaligen Vierten Borussia Dortmund verpasst.

Bild-Interview mit Herrlich