Zuzenhausen (dpa) - Spielführer, Abwehrchef, unumstrittener Führungsspieler: Das war Kevin Vogt bei der TSG 1899 Hoffenheim eineinhalb Jahre lang.

Jetzt ist der 28-Jährige von seinem Kapitänsamt zurückgetreten - aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Alfred Schreuder. Vogts bisheriger Stellvertreter und Nebenmann Benjamin Hübner wurde vom badischen Fußball-Bundesligisten am Samstagabend als sein Nachfolger bekannt gegeben.

"Das für das Amt nötige und wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Cheftrainer und mir ist gestört", sagte Vogt dem "Kicker". "Die Entscheidungen und mir gegenüber gemachten Aussagen sind für mich inhaltlich nicht nachvollziehbar."

Der Niederländer hatte Vogt zuletzt in der Hierarchie der Innenverteidiger ganz nach hinten gesetzt: Der Ex-Kölner war beim Sieg beim 1. FC Union Berlin nicht im Kader und saß beim 2:1 gegen Borussia Dortmund nur auf der Bank. "Kevin weiß genau, warum er nicht dabei ist", hatte Schreuder zuletzt gesagt und angedeutet, dass er mehr auf harte Zweikämpfer setzt als auf einen Spieleröffner wie Vogt.

"Wir respektieren seine Entscheidung", sagte der Chefcoach nun. "Kevin und ich hatten offene Gespräche. Sein schnelles und konsequentes Handeln schafft nun Klarheit und Ruhe."

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