Längenfeld (dpa) - Zwischen den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 und 1. FC Köln ist ein Streit um Mark Uth entbrannt.

Auf öffentliche Äußerungen der Kölner über eine Verpflichtung des 28 Jahre alten Angreifers reagierten die Schalker verärgert: "Man spricht nicht über Spieler anderer Vereine", wird Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider von den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" zitiert. "Das gehört sich nicht. Wir tun das auch nicht. Mark Uth war Spieler des 1. FC Köln, und das für sechs Monate. Die Zeit ist vorbei."

Nach Einschätzung von Schneider hat der Konkurrent die Möglichkeit verpasst, den in der vergangenen Rückrunde vom Revierclub ausgeliehenen Uth fest zu verpflichten: "Die Kölner hätten die Chance gehabt, eine Option zu ziehen. Die haben sie nicht gezogen. Jetzt finde ich, sie sollten das akzeptieren." Kontakt zu den Kölnern habe der FC Schalke nicht aufgenommen: "Das ist ja nicht unser Thema."Kölns Sportchef Horst Heldt reagierte mit einem Lachen.

"Ich darf doch nix sagen, oder", scherzte er und erklärte dann: "Ich würde es nicht höher hängen, als es ist. Es gibt ja so ein paar Ehrenkodexe, die man immer rausholt. Aber es ist alles in Ordnung, was der Jochen sagt." Das Interesse an Uth bekräftigte Heldt aber: "Es bleibt, dass wir den Spieler haben wollen. Und es ist auch kein Geheimnis, dass Mark sich das vorstellen könnte. Bei der Aussage bleibe ich. Aber ich bin ja nicht doof. Schalke hat einen Vertrag mit Mark, natürlich haben die alles am Ende des Tages zu entscheiden."

Nach einer starken Rückrunde von Uth mit fünf Treffern und sechs Assists hofft der Kölner Coach Markus Gisdol, auch in Zukunft mit dem ehemaligen Nationalspieler planen zu können. "Er hat ein großes Loch hinterlassen. Wir haben ihn noch nicht abgeschrieben und hoffen, dass er am Ende doch noch zu uns kommt", hatte der Coach im Trainingslager der Kölner in Donaueschingen gesagt. Ähnlich hatte sich zuletzt auch Sport-Geschäftsführer Horst Heldt geäußert. Uth selbst soll auf eine Einigung der beiden Clubs hoffen.

© dpa-infocom, dpa:200822-99-266381/3

WAZ-Meldung