Berlin (dpa) - Union-Trainer Urs Fischer will vor dem nächsten Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 den prominenten Neuzugang Loris Karius noch nicht offiziell zur Nummer eins erklären.

"Ihr müsst euch überraschen lassen", sagte der Chefcoach des Berliner Fußball-Erstligisten zwei Tage vor der Partie am Freitag (20.30 Uhr) zur Besetzung der Torhüter-Position. "Testspiele hat er bestritten. Im Trainingsbetrieb war er. Er bringt eigentlich die Voraussetzungen mit, um auch eventuell eingesetzt zu werden", erklärte Fischer zu Karius. Der 1. FC Union hatte den 27 Jahre alten Schlussmann zu Wochenbeginn für eine Saison vom FC Liverpool ausgeliehen.

Karius trainiert bei Union seit Dienstag mit. Natürlich werde er nun Gespräche führen, auch mit dem Ex-Augsburger Andreas Luthe als bisherige erste Wahl im Tor, bemerkte Fischer: "In welche Richtung das gehen wird, dazu werde ich mich ganz sicher nicht äußern."

Der finnische Stürmer Joel Pohjanpalo (26), den die Berliner als Neuzugang Nummer elf präsentierten, stand an der Alten Försterei auf dem Übungsplatz. Ob die Leihgabe von Bayer Leverkusen schon gegen Mainz aufläuft, ließ Fischer ebenfalls offen. Pohjanpalo aber sei "eigentlich bereit, ins Geschehen einzugreifen". Fehlen werden sicher die verletzten Christian Gentner und Anthony Ujah.

Dass Union mit dem auch international erfahrenen Karius nach Max Kruse nun einen Spieler hat, der einen gewissen Prominenten-Status mitbringt, interessiert Fischer wenig. "Das sind ganz normale Typen, das löst bei mir nichts aus. Am Schluss geht es um die Leistung auf dem Platz", sagte der Schweizer. "Das ist das, was für mich zählt. Über alles andere mache ich mir wirklich keine Gedanken."

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