Rom (dpa) - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hält Fußball-Superstar Lionel Messi für zu teuer für den deutschen Rekordmeister.

"Wir können einen Spieler dieser Größenordnung nicht bezahlen. Das ist nicht Teil unserer Politik und Philosophie", sagte der 64-Jährige der italienischen Zeitung "Tuttosport". Der argentinische Star hat angekündigt, dass er seinen Club FC Barcelona verlassen will. Seither überschlagen sich die Gerüchte, wohin er gehen könnte.

Um Messi in einen Verein zu holen, sei sehr viel Geld nötig, sagte Rummenigge. "In Covid-Zeiten ist das für keinen Verein einfach. Ein reicher Besitzer reicht da nicht. Es muss ein superreicher sein." Er sehe die angekündigte Trennung ohnehin mit gemischten Gefühlen: "Ehrlich gesagt, zu hören, dass Messi Barcelona verlassen könnte, macht mich auch ein wenig traurig. Leo hat die Geschichte des Clubs mitgeschrieben, und meiner Meinung nach sollte er seine Karriere in Blaurot beenden. Es gibt jedoch interne und private Aspekte, die ich nicht kenne, und deshalb mische ich mich nicht ein", sagte Rummenigge.

Auf die Frage, ob der FC Bayern 2018 ebenfalls aus Geldgründen nicht versucht habe, Cristiano Ronaldo zu holen, legte der Vorstandschef von Bayern München ein Bekenntnis zu Robert Lewandowski (32) ab: "Wir hatten und haben Lewandowski. Wir brauchten keinen Stürmer wie Ronaldo." Der Portugiese Cristiano Ronaldo (35) sei zwar ein "Außerirdischer", der auch in seinem Alter noch viel vor sich habe. Trotzdem: "Ronaldo lebt wie Lewandowski für den Fußball."

Rummenigge erwartet, dass Ronaldo nach den zwei Vertragsjahren, die er bei Juventus Turin noch hat, noch "zwei Spielzeiten an der Spitze" bleiben könne. Dann werde er entscheiden, was er tun wolle. Und zu seinem eigenen Stürmer sagte Rummenigge: "Ich sehe Lewandowski auch noch lange auf dem Platz, auch aus diesem Grund suchen wir keinen Nachfolger."

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Interview in Tuttosport; kostenpflichtig; Italienisch