Paderborn (dpa) - Trotz der Ermahnung durch den DFB will Trainer Steffen Baumgart weiter auch öffentlich klar seine Meinung sagen.

"Ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen, was man auch daran sieht, dass ich keine Strafe bekommen habe. Und ja, ich werde mich auch zukünftig äußern, wenn mich etwas stört", sagte der Coach des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn dem "Sportbuzzer". Baumgart hatte nach der DFB-Pokalniederlage bei Borussia Dortmund mit harscher Kritik an Schiedsrichter Tobias Stieler für Wirbel gesorgt.

In seiner Wutrede hatte der 49-Jährige das Verhalten des Referees als "frech und respektlos" bezeichnet und gesagt: "So machen wir uns zum Affen." Baumgart hatte vor allem die fehlende Bereitschaft Stielers beklagt, sich den im Kölner Videokeller überprüften und umstrittenen BVB-Siegtreffer von Erling Haaland persönlich auf einem Monitor am Spielfeldrand anzuschauen.

Der Deutsche Fußball-Bund verzichtete zwar auf die Einleitung eines Verfahrens gegen Baumgart, forderte ihn aber schriftlich auf, "sich zukünftig in seiner Wortwahl zu mäßigen und an seine Vorbildfunktion als Trainer zu denken". Ansonsten könne es im Wiederholungsfall "zu einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht führen".

Über die Aufregung um seine Worte zeigte sich Baumgart nicht überrascht. "Wir leben nun mal in einer Welt, in der es um Schlagzeilen geht. Mir ist aber wichtig zu sagen, dass ich kein mediales Echo hervorrufen wollte. Ich habe lediglich den Ablauf rund um diese Entscheidung kritisiert, nicht die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters", sagte der Paderborn-Trainer.

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Interview des "Sportbuzzer"

Baumgarts Wutrede in der ARD