Solpke l „Ich bin froh, dass der Förderverein die Wünsche des Solpker Ortschaftsrates, die Gedenkstätte auf dem Solpker Friedhof, zu der das Gräberfeld, in dem die auf dem Todesmarsch ums Leben gekommenen KZ-Häftlinge ruhen, und die Gedenkmauer als Einheit gehören, realisieren kann.“ Diese gute Botschaft konnte  Konrad Fuchs, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Isenschnibbe, verkünden, und zwar vor Ort.

Zum Solpker Friedhof hatten er und der Fördervereinsschatzmeister Paul Schmidt die Sponsoren gebeten, die Geld für die Sanierung der Gedenkmauer zu Verfügung gestellt hatten. Denn vom Landesverwaltungsamt wird nur die Sanierung des Gräberfeldes zu 100 Prozent gefördert. Der Bewilligungsbescheid liegt jetzt vor. Der Förderverein, der Solp-ker Ortschaftsrat sowie die Stadt waren sich, wie Fuchs berichtete, von Anfang an einig, dass die Mauer – auch als sichtbares Zeichen von außen – zur Gedenkstätte gehört und wie das Gräberfeld saniert werden muss.

Gräberfeld und Mauer sind eine Einheit

 Der Zahn der Zeit hat an ihr bereits erheblich genagt. Auch das auf der Spitze stehende rote Dreieck mit der Inschrift „Die Opfer mahnen, 13. 4. 1945“ ist nicht nur verblasst, sondern auch beschädigt. Rund 4500 Euro wird die Sanierung der Mauer kosten, die Aufträge sind erteilt. „Die Finanzierung ist zu einem großen Teil gesichert“, erklärte Fuchs und dankte den anwesenden Spendern. Dazu gehören die Partei Die Linke, vertreten durch Andreas Höppner, die Jagdgenossenschaft Solpke, vertreten durch die Schatzmeisterin Irmtraud Berlin, und Olaf Fellenberg von der gleichnamigen Firma. Weiterhin haben sich die Sparkasse Altmark West, die Firma NTN und die Firma Strabag Sylpke beteiligt.

Ein Antrag bei Lotto Sachsen-Anhalt sei auch gestellt. Sollte das Geld wider Erwarten nicht kommen, werde die fehlende Summe durch den Förderverein aufgebracht, teilte Fuchs mit. Auch der ehemaligen Solpker Ortsbürgermeisterin Bärbel Goecke sprach er seinen Dank aus und freut sich nun auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Dorfchef Sven Grothe, der gestern ebenfalls vor Ort war. Mitte August sollen die Arbeiten am Gräberfeld, wo unter anderem die 18 Holzkreuze durch Steinplatten mit dem roten Dreieck ersetzt werden, und an der Mauer beginnen.