Berlin (dpa/tmn) - Bei plötzlich auftretender Atemnot denken die meisten Menschen wohl an Asthma. Grund dafür kann aber auch eine Fehlfunktion der Stimmbänder sein, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Die VCD (Vocal Cord Dysfunction) genannte Krankheit wird häufig mit Asthma verwechselt, braucht aber eine ganz andere Behandlung.

Medikamente für Asthma helfen bei VCD zum Beispiel nichts, stattdessen müssen Betroffene bei entsprechend ausgebildeten Ärzten und Physiotherapeuten spezielle Atem- und Verhaltenstechniken lernen. Damit lässt sich die Luftnot kontrollieren, bis sie nach wenigen Sekunden oder Minuten wieder verschwindet. Ziel der Therapie ist unter anderem, dass Patienten die Angst vor der Atemnot verlieren.

Auch wenn Asthma und VCD ähnlich erscheinen, gibt es doch Unterschiede: Bei der Stimmbandfehlfunktion tritt die Atemnot eher im Halsbereich und beim Einatmen auf, beim Asthma eher in der Brust und beim Ausatmen. In Deutschland sind mindestens 300 000 Menschen von der Krankheit betroffen, die Dunkelziffer ist nach Schätzungen der DGP aber vermutlich relativ hoch. Ähnlich wie Asthma tritt auch VCD häufig bei Kindern auf.