Gundelfingen (dpa/tmn) - Lieber etwas zu hart als zu weich: Diese Grundregel kann man sich für den nächsten Matratzenkauf merken. Sie dürfe nicht stark nachgeben und man sollte nicht einsinken, erklärt der Reha-Mediziner Bernhard Dickreiter. Aber: Sie darf auch nicht zu hart sein. Darum ist es wichtig, die Matratze in Ruhe zu testen.

"Kurz drauf legen und sagen: "Passt!", das reicht nicht", betont der Facharzt für Physikalische Therapie und Reha-Medizin der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Er empfiehlt, bis zu einer Viertelstunde Probe zu liegen. Die Zeit brauche es, um das richtige Gefühl zu bekommen, ob die Wirbelsäule "gerade" liege. Die Matratze sollte sich ihr anpassen, ohne zu stark nachzugeben, und mindestens 20 Zentimeter länger sein, als man groß ist.

Egal, welchen Härtegrad oder welches Material man wählt: Nach Ansicht von Dickreiter ist es nach acht bis zehn Jahren Zeit für eine neue Matratze. Ist sie durchgelegen, könne das zu Fehlhaltungen führen.

"Wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens im Bett", sagt der Mediziner. "Insofern beeinflusst die Matratze nicht unerheblich das Geschehen im Rücken."

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