Magdeburg l Mit 15 Spielern gehen die deutschen Handball-Junioren Mittwoch (10. Juni) in die unmittelbare WM-Vorbereitung, bevor sich das Team am Sonntag über Porto auf den Weg in den spanischen Spielort Pontevedra macht. Dort steht am Montag gegen Argentinien das erste Gruppenspiel an.

Mit dabei sind Torwart Max Mohs und der zentrale Rückraumspieler Max Neuhaus. Die beiden spielen zwar inzwischen für andere Clubs, haben aber eine SCM-Vergangenheit. Und auf Abruf steht mit Justin Kurch der aktuelle Kreisläufer der SCM-Youngsters.

Mohs war im vorigen Sommer vom SCM nach Bernburg gewechselt und steht künftig bei Zweitligist Elbflorenz Dresden im Tor. Max Neuhaus war vorige Saison einer der Leistungsträger im grün-roten Nachwuchs, sucht jetzt aber in der Bundesliga seine Chance bei den Eulen Ludwigshafen. SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt: „Dass die Jungs zur WM fahren, freut uns natürlich sehr. Wichtig für ihre Entwicklung war auch, dass sie in der 3. Liga viel Spielpraxis sammeln konnten. Das hilft ihnen mehr, als wenn sie bei den Profis mal für zwei Minuten auf die Platte dürfen. Bei Max Neuhaus hängt der Wechsel nach Ludwigshafen auch mit einer beruflichen Perspektive zusammen. Bei der WM traue ich ihm auch eine tragende Rolle im Team zu.“

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Dagegen wird sich Mohs wohl auch in Geduld üben müssen. Denn mit Till Klimpke steht Wetzlars aktuelle Nummer eins im Kader. Der 21-Jährige wurde zuletzt sogar schon für das A-Nationalteam berufen.

Hoffen muss auch Kurch. Ein fester Kaderplatz ist noch offen. „Wir wollen uns neben den drei möglichen Wechseln eine Position offenhalten und abwarten, was bei der WM passiert“, erklärte Trainer Martin Heuberger auf der DHB-Webseite. „Mit dem engen Spielplan muss man auf alles gefasst sein, und die Spieler aus der Reserve sind bei Bedarf schnell in Spanien.“

Heuberger ist übrigens seit Dezember 2018 wieder beim DHB. Und dass der Ex-Bundestrainer ein gutes Händchen für Talente hat, bewies er einst schon bei der U  21 mit den WM-Titeln 2009 und 2011.