Schönhausen  l Denn diese Klubs wird er fortan als „mobiler Betreuer“ des Havelberger Jugendzentrums (Juze) begleiten. Er löst Justina Wegwerth ab, die beruflich neue Wege geht. 

„Herzlich willkommen!“ schreibt Livia Bolle gerade an die Tafel im Eingangsbereich des Schönhauser Jugendklubs, als Betreuer Henning Schmidt und Juze-Leiter Thomas Will zum Kennenlernen vorbeischauen. Das „Herzlich willkommen“ gilt nicht nur den beiden Gästen, sondern vor allem den Jugendlichen, die hoffentlich bald wieder in den Klub kommen können. Denn noch ist die Maßnahme über den zweiten Arbeitsmarkt für Livia Bolle und Monika Däuber in Schönhausen und weitere Beschäftigte für andere Klubs im Elb-Havel-Winkel nicht bewilligt. „Es handelt sich hoffentlich nur noch um ein paar Tage“, ist Thomas Will optimistisch, dass die Einrichtungen bald wieder täglich öffnen können, gerade jetzt in den Sommerfe­rien. Bis es soweit ist, sorgt Henning Schmidt als mobiler Betreuer zumindest an einem Tag pro Woche für Angebote. Außerdem sind dann noch Uta Freihorst in Klietz und Neuermark-Lübars, Petra Güldenpfennig in Wulkau und Kamern, Margit Riek in Warnau und Jederitz sowie Anke Pick in Nitzow im Einsatz. Voraussichtlich sieben AGH-Kräfte kommen dazu und sorgen für geöffnete Jugendklubs und attraktive Freizeitangebote.

In Schönhausen hat Livia Bolle ehrenamtlich die Corona-Schließzeit genutzt, um frische Farbe an die Wände zu bringen. „Schön geworden!“ findet Thomas Will beim Besuch. Und auch Henning Schmidt schaut sich gern um und freut sich darauf, auch im Schönhauser Klub mit seinen Ideen den Au­fenthalt im Klub zu bereichern.

Begleitung in den Beruf

Acht Bewerber um die Stelle als mobiler Betreuer hatte es gegeben – die Wahl fiel auf Henning Schmidt, der sich mit seiner Lebensgefährtin und zwei kleinen Kindern seit einem Jahr in Havelberg sehr wohl fühlt. Zuvor in Berlin und Nauen zu Hause, genießt die Familie die ländliche Idylle in der Kleinstadt. „Dass ich nun die Stelle beim Juze bekommen habe, ist perfekt. Ich freue mich sehr, pädagogischer Ansprechpartner für die Jugendlichen zu sein und mich vielfältigen Aufgaben zu stellen.“ Der Erzieher hat in der Erwachsenenbetreuung gearbeitet und zuletzt in einer Jugend-Einrichtung in der Prignitz. Beim Juze ist er für 20 Stunden pro Woche in der mobilen Betreuung beschäftigt und weitere 20 Stunden für das Regionale Übergangsmanagement „Rümsa“ – als Lotse für Jugendarbeit begleitet er junge Menschen in den Beruf. Das lässt sich durch die Präsenz in den Klubs sehr gut vereinbaren.