Lindau l Die Mitgliederversammlung beim Lindauer Heimat- und Verkehrsverein hat den Jahresplan 2020 bestätigt. Zahlreiche Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Für die Öffentlichkeit ist der erste Termin am 6. März relevant, wenn der Kriminalrat a.D. Lothar Schirmer zu Gast ist. Weitere Angebote (siehe Infokasten) bereichern das kulturelle Leben der Stadt Lindau, wobei man auf Bewährtes setzt, vom Kabarett bis zum Adventskonzert.

Ein Höhepunkt, bei dem alle Vereine mitwirken, soll das Stadtfest vom 5. bis zum 7. Juni werden. Die Vorbereitungen sind bereits fortgeschritten und Absprachen getroffen. Da stehen am Sonnabendnachmittag die Spielmannszüge im Mittelpunkt, während im Burghof ein Mittelalterlager zum Besuch einlädt. Dem Eintreffen von mehr als 60 Oldtimern der DKW-Ausfahrt soll ebenso Beachtung geschenkt werden, wie den Belangen der Kinder, die zum Fest kommen. Tom Hebäcker ist als Versorger mit im Boot. Im großen Festzelt soll gefeiert werden.

Wecken mit Spielmannszügen

Die Spielmannszüge sind nicht nur am Sonnabend gefragt. Weckend sollen zumindest die Lindauer Musikzüge am Sonntagmorgen ab 9 Uhr durch die Stadt ziehen. Der Heimatvereinsvorsitzende Horst Krüger und Ortsbürgermeister Helmut Seidler sprechen von Traditionen, die hier wieder belebt werden. 50 Jahre lang sei das Wecken anlässlich des 1. Mai und des 7. Oktober üblich gewesen. Auf 60 Jahre Bestehen kann in diesem Jahr der Lindauer Fanfarenzug zurückblicken – ebenfalls ein Grund zum Feiern.

Ein Frühschoppen mit den Fienerländer Blasmusikanten wird am Sonntagvormittag folgen, wenn alle Lindauer geweckt sind, zum Mittag und zum Ausklang dann ein großes Eisbeinessen. Auf dem Burgareal wird sich der Trubel abspielen. Derweil bereitet eben dieses Gelände Sorgen. Durch den Ausfall von Beschäftigungsmaßnahmen sind viele Dinge einfach nicht mehr händelbar, so Ortsbürgermeister Seidler. Er denkt dabei an die Pflege des Burgumfeldes, an Dinge, die in den vergangenen Jahren erst geschaffen wurden. Die Wege wachsen zu, der Gesamteindruck leidet, so Seidler. Was das Wegekonzept mit dem Naturpark angeht, sieht er sogar noch Erweiterungsmöglichkeiten und will auf jeden Fall die Zusammenarbeit aufrecht halten.

Brandschutz macht Strich durch Rechnung

Zweiter Knackpunkt für den Heimatverein ist die Beschränkung der Nutzung der Räumlichkeiten unterm Kegeldach des Burgturmes. Hier konnte Veranstaltungen wie Konzerten oder Lesungen in der Vergangenheit immer eine besondere Note durch Atmosphäre und Akustik gegeben werden. Der Brandschutz machte dem jedoch einen Strich durch die Rechnung. Hier ist alles offen, wie es weiter geht. Daher versuche der Heimatverein, den Außenbereich mehr zu nutzen, erklärte Krüger. In diesem Sinne hat auch ein Open-Air-Kinoabend an der Burg im August Premiere. Nichts desto trotz muss eine Lösung gefunden werden, um den Raum unterm Kegeldach wieder mit mehr als zehn Leuten nutzen zu können. Der Brandschutzbeauftragte des Landkreises wird Ende März/Anfang April zu einem Vor-Ort-Termin erwartet.

Zufrieden ist der Heimatverein, der 38 Mitglieder zählt und sich unter der neuen Vereinsführung seit dem vergangenen Jahr positiv entwickelt hat, dass die Nutzung zweier Räume und einer Toilette in der alten Schule jetzt vertraglich geregelt werden konnte. Für die Ausstellung dort soll ein neues Konzept erarbeitet, die Schulgeschichte dabei überarbeitet und die Burgsanierung aufgearbeitet werden. Das Vereinsleben wird bereichert durch weitere interne Angebote, wie Spiele- und Bastelabende sowie gemeinsame Fahrten.