Berlin (dpa) - Schon fast 20 Jahre ist es her, dass "Ice Age" in die Kinos kam und mit seinen Mammuts, dem Riesenfaultier und einem Säbelzahntiger die Herzen der Zuschauer eroberte.

Das animierte Steinzeitabenteuer war so enorm erfolgreich, dass bisher vier weitere Filme der Reihe folgten. Nun will ein neues Kinowerk an diese Idee anknüpfen: "Die Boonies - Eine bärenstarke Zeitreise".

Darin landen ein Holzfäller und zwei Bärenbrüder mit der Hilfe eines magischen Schmetterlings in der Steinzeit und stehen plötzlich einer Mammutherde gegenüber. Die neue Welt scheint so manche Gefahren zu bergen, doch dann bietet eine kleine, ziemlich selbstbewusste Wolfsdame ihre Hilfe an.

Die Figuren und Hintergründe sind allesamt etwas gröber gezeichnet. Mit der Optik von "Ice Age" kann das in China produzierte Werk von Leon Ding (der auch schon bei früheren Filmen und Serienfolgen über die Boonie Bears Regie führte) daher kaum mithalten. Stattdessen wirkt es eher wie ein zum Leben erwecktes Bilderbuch - und könnte gerade dem jungen Kinopublikum gefallen. Dazu passt auch die recht simpel gestrickte Geschichte, die durch regelmäßige, recht harmlose Actionszenen aufgepeppt wird.

Warum etwa auf einmal ein glitzernder Schmetterling auftaucht, der die Bären und den Holzfäller in die Vergangenheit katapultiert, das wird nicht erklärt. Überhaupt sollte man sich als erwachsener Zuschauer nicht allzu sehr mit so manchem Logiksprung befassen - vielleicht gefällt es der jüngeren Begleitung ja trotzdem. Immerhin: Putzig anzusehen sind so manche Steinzeitwesen durchaus.

- Die Boonies - Eine bärenstarke Zeitreise, China 2019, 93 Min., FSK ab 6

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Die Boonies