Los Angeles (dpa) - Der britische Oscar-Preisträger Steve McQueen (50, "12 Years a Slave") hat seine beiden neuen Filme den Opfern von Gewalt gegen Schwarze gewidmet.

"Ich widme diese Filme George Floyd und all den anderen schwarzen Menschen, die ermordet wurden, sichtbar oder unbemerkt, für das, was sie sind, in den USA, England und anderswo", erklärte der Afroamerikaner am Mittwoch. "Black lives matter" (Schwarze Leben zählen), fügte der Filmemacher in seiner Mitteilung laut "Variety" hinzu.

Der 46-jährige US-Amerikaner Floyd war am Montag voriger Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis ums Leben gekommen. Aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gehen seitdem weltweit Menschen auf die Straße.

McQueens neue Filme "Lovers Rock" und "Mangrove" drehen sich um das Leben und Diskriminierung Dunkelhäutiger in London in den 70er und 80er Jahren. Beide Spielfilme waren am Mittwoch unter den vom Filmfestival Cannes vorgestellten Werken, die dieses Jahr mit dem Gütesiegel "Cannes 2020" versehen wurden. Wegen der Corona-Krise konnte das wichtige Filmfest nicht wie üblich im Mai stattfinden.

2014 schrieb McQueen mit dem Sklavendrama "12 Years a Slave" Oscar-Geschichte als erster schwarzer Filmemacher, dessen Werk mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wurde.

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