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Andreas Slominski: Kathedrale aus Toilettenhäuschen

Fallen, Garagentore: Der Künstler Andreas Slominski ist für seine ausgefallenen Installationen bekannt. Für die Deichtorhallen hat er jetzt mehr als hundert Toilettenhäuschen aufgestellt.

13.05.2016, 14:44

Hamburg (dpa) - Toilettenhäuschen, die von der Decke hängen, an der Wand liegen oder ordentlich in einer Reihe stehen: Der Künstler Andreas Slominski hat in den Hamburger Deichtorhallen eine raumfüllende Installation aus mehr als hundert mobilen Kunststoff-WCs geschaffen. Die Schau ist bis 21. August zu sehen.

Andreas Slominski ist ein Meister der Doppelstrategien, der die Grenzen zwischen Kunst und Alltag verwischt, sagte Direktor Dirk Luckow in Hamburg.

Auch die Innenausstattung der mobilen Toilettenhäuschen wie das Urinal, ein Toilettensitz oder der Papierrollenhalter wurden an den Wänden wie bunte Tafelbilder oder im Raum wie Skulpturen arrangiert.

Andreas Slominski lädt ein zum Staunen, ist geistreich und gleichzeitig erheiternd, sagte Luckow. So könne das Arrangement der Toilettenhäuschen in der 3800 Quadratmeter großen Deichtorhalle auch an eine Kathedrale erinnern: Die in einer Reihe aufgestellten blauen Toilettenhäuschen wären demnach das Hauptschiff, die an der Decke schwebenden Häuschen der barocke Kronleuchter und die roten Toilettenhäuschen symbolisierten das Rot der Kardinäle. Einzelne Häuschen könnten auch an einen Sarg oder einen Beichtstuhl erinnern, den manche Menschen auch als Seelenklo bezeichneten.

Deichtorhallen

Mäkelmännchen in der Ausstellung des Künstlers Andreas Slominski in den Deichtorhallen. Foto: Daniel Bockwoldt
Mäkelmännchen in der Ausstellung des Künstlers Andreas Slominski in den Deichtorhallen. Foto: Daniel Bockwoldt
dpa
Mensch und Toilettenhaus: Installation von Andreas Slominski in Hamburg. Foto: Daniel Bockwoldt
Mensch und Toilettenhaus: Installation von Andreas Slominski in Hamburg. Foto: Daniel Bockwoldt
dpa