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Kabarettist Frank Hengstmann steht zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum mit "AutoBiographie" auf der Bühne Ein Buch, ein neues Programm und jede Menge Autos

Von Rolf-Dietmar Schmidt 20.10.2011, 04:24

Magdeburg l Wenn jemand seine Autobiographie schreibt, dann hat er meist mit einem wesentlichen Teil seines Lebens abgeschlossen. Bei Frank Hengstmann vom Magdeburger Kabarett "...nach Hengstmanns" ist das anders. Zwar hat er als Anlass sein 50-jähriges Bühnenjubiläum vorzuweisen, aber von einem abgeschlossenen Lebensabschnitt kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Das Buch "AutoBiographie" wird zur Premiere seines neuen Soloprogramms gleichen Namens am 27. Oktober vorliegen. Beim Schreiben kam dem Kabarettisten die Idee, den Text auch für das neue Soloprogramm zu nutzen.

Nur beim geschrieben Titel "AutoBiographie" wird der Doppelsinn deutlich. Gestern verriet er auch einiges über seine Autos, die wesentlicher Teil seiner Bühnenkarriere waren. Und sei es nur, dass sie ihn rechtzeitig zum Auftritt brachten. Das war insbesondere bei den betagten DDR-Autos überhaupt nicht selbstverständlich, so dass Frank Hengstmann etliche Anekdoten über kraftfahrzeugtechnische Findigkeiten, fehlende Ersatzteile oder hilfreiche Mitbürger bei seinen jährlichen 100000-Kilometer-Fahrten durch Wälder und auf Pisten der DDR zum Besten geben kann.

"Das wird aber kein Ostalgie-Programm", beeilte er sich jedoch zu betonen, denn die Autos waren und sind auch heute ein Thema, das die Deutschen umtreibt, wenn es sie nicht umfährt. Und so darf man sich ganz tagesbezogen auf die politisch-satirische Durchleuchtung der Hintergründe der Finanzkrise ebenso freuen wie auf alle Themen, derer sich die Politiker so annehmen, ohne sie zu bewältigen.

Die Regie für das Soloprogramm haben übrigens die Söhne Sebastian und Tobias Hengstmann übernommen. Ganz in der Tradition des Familienkabaretts zollen sie aber dem Auto fahrenden Übervater den gebotenen Respekt und bekennen einhellig: "Er weiß schon, was er zu tun hat."