Animationsfilm "Der Lorax" ab Donnerstag im Kino / Story soll zum Gespräch über ökologische Probleme anregen Filmstar Danny DeVito wurde mit dem deutschen "ch" gequält
Im Animationsfilm "Der Lorax" (Kinostart 19. Juli) leiht Danny DeVito der Titelfigur seine Stimme - auch in Deutsch. Axel Schock von dapd hat sich mit dem 67-Jährigen unterhalten.
Frage: Sprechen Sie deutsch?
Danny DeVito: Natürlich nicht. Ich hatte alle Dialoge in phonetischer Schreibweise vorliegen und gute Sprachassistenten an meiner Seite. Da ich den Film auch auf Englisch eingesprochen habe, wusste ich ja sehr genau, was ich da eigentlich spreche. Aber es war harte Arbeit. Jede Sprache hat ja ihre eigenen Tücken und Schwierigkeiten. Die Spanier rollen das R und ihr Deutschen habt mich mit eurem "ch"-Laut gequält.
Frage: Sie sind nun 30 Jahre verheiratet.
DeVito: Sind Sie sicher, dass es wirklich schon so lange ist? Wobei das nur die Ehejahre sind. Wir kannten uns vor der Heirat bereits elf Jahre.
Frage: Was ist das Geheimnis Ihrer beständigen Ehe?
DeVito: Ein großes Haus. Wir haben Walkie-Talkies und ein gutes Mobilfunknetz. Wenn wir uns sehen wollen, telefonieren wir uns zusammen.
Frage: Sie haben Barack Obama bei seinem Präsidentschaftswahlkampf unterstützt. Sind Sie mit seiner Amtszeit zufrieden?
DeVito: Ja, das bin ich. Er ist ein guter Politiker. Ich mag seinen Stil, seine Haltung und seinen Optimismus, dass wir im Land Dinge zum Besseren bewegen können. Er versucht das Beste in einer Situation zu machen, wo der Kongress nun mal so zusammengesetzt ist, wie es derzeit der Fall ist.
Frage: Geben Sie Obama eine Chance auf eine zweite Amtszeit?
DeVito: Es gibt vieles, von dem ich hoffe, dass wir es besser machen können und dass Obama noch vier weitere Jahre bekommt, um dies umzusetzen. Zum Beispiel, um mehr Druck auf das Gesundheits- und Wirtschaftssystem ausüben zu können.
Frage: Was sollte sich Ihrer Ansicht nach vor allem verändern?
DeVito: Die USA sind ein kapitalistisches Land, und das ist großartig. Aber das Land benötigt etwas mehr Sozialismus. Doch allein schon, wenn man so etwas ausspricht, werden in den USA viele Menschen bereits panisch. Das liegt allerdings an der fehlenden Bildung. Viele wissen überhaupt nicht, was damit gemeint ist, sondern werden mit den immer gleichen Slogans indoktriniert: "Weniger Staat, weniger Staat..." Was diese Typen im Fernsehen allerdings verschweigen und die Menschen im Lande nicht unbedingt gleich kapieren, ist, dass dies auch heißt: weniger staatliche Unterstützung.
Frage: Kann ein Film die Menschen verändern?
DeVito: Ich denke schon, dass dies grundsätzlich möglich ist. "Lorax" ist für mich ein Film, in den Menschen mit ihren Kindern gehen, um danach mit ihnen ein Gespräch über Themen wie die Zerstörung des Regenwaldes und die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt führen können. Dies kann ein Anstoß sein und vielleicht führt eines zum anderen - und das Pendel beginnt so, sich immer mehr in Bewegung zu setzen.