Dokumentation Junge Lehrer sind "Zwischen den Stühlen"
Auf die Theorie folgt die Praxis: Das Referendariat ist für angehende Lehrer nicht selten ein Sprung ins kalte Wasser. Im Spannungsfeld zwischen Bewerten und Bewertetwerden, erfahren die Nachwuchs-Pädagogen, was es wirklich bedeutet, Lehrer zu sein.
Berlin (dpa) - Spätestens seit Maren Ades Film "Der Wald vor lauter Bäumen" wissen Kinogänger: Der Alltag als Lehrer kann ganz schön hart sein. Für die preisgekrönte Doku "Zwischen den Stühlen" hat Jakob Schmidt drei Referendare an Berliner Schulen begleitet.
Man leidet und fiebert richtig mit, wenn die drei Junglehrer vor der Klasse stehen oder von ihren Seminarleitern nach Prüfungsstunden kritisiert werden. Es wirkt, als hätten alle die Kamera vergessen - so dicht dran war Schmidt an seinen Protagonisten.
"Was ist daran so schlimm daran, wenn man kein Komma gemacht hat?", will ein Mädchen in einer Szene wissen. Und vor einer Lehrprobe wiederholen die Schüler, was die Lehrerin sich wünscht: "Dass wir uns morgen von unserer besten Seite zeigen, dass wir nicht für Sie Hartz IV bezahlen müssen." Ein Pflicht-Film für alle, die den Lehrerberuf für einen Halbtagsjob halten.