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Hallenser Einrichtung gewährt weitere Einblicke in ihre Expressionistensammlung Kunstmuseum rückt "Brücke"-Maler in den Fokus

01.02.2013, 01:22

Halle (dpa) l Das Landeskunstmuseum in Halle rückt 2013 das Werk von Emil Nolde ins Zentrum seiner wichtigsten Ausstellung. Unter dem Titel "Emil Nolde. Farben heiß und heilig" zeige die Schau vom 21. April an den Expressionisten als Erneuerer der Kunst, sagte der Direktor des Kunstmuseums Moritzburg, Michael Freitag, in Halle. Nolde gehört zu den bekanntesten Vertretern der Künstlergruppe "Brücke".

Aber auch andere "Brücke"-Maler werden in Ausstellungen wie "Karl Schmidt-Rottluff. Starke Farben - Klare Formen. Aquarelle und Zeichnungen" oder "Amiet, Müller, Nolde, Pechstein im Kreis der ,Brücke\'" in diesem Jahr gezeigt. Die Arbeiten dazu stammten aus der Sammlung Hermann Gerlinger, die nach Angaben des Kunstmuseums die bekannteste "Brücke"-Sammlung weltweit ist und als Dauerleihgabe von dem Museum verwaltet wird. Neben zahlreichen Gemälden umfasse sie mehr als 700 Handzeichnungen, Aquarelle und Grafiken.

Außerdem möchte das seit Anfang des Jahres von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt übernommene Museum im Jahr 2013 zahlreiche offene Baustellen angehen. "Es gibt einen riesen Berg an Arbeit", sagte Freitag. Unter anderem müsse in diesem Jahr eine Lösung für die unbefriedigende Depotsituation gefunden werden. Die Kunstwerke bräuchten bessere Lagerbedingungen. Im Westflügel, der Magdalenenkapelle und der Crodel-Halle stünden notwendige Baumaßnahmen an. Rund 1,07 Millionen Euro seien dafür verfügbar. Nicht zuletzt müssten Konzepte erarbeitet werden, um das Publikum wieder stärker zu erreichen.