Oberhausen Kurzfilmtage: Großer Preis geht nach China
Mit den Preisverleihungen ging das traditionsreiche Festival nach sechs Tagen zu Ende. Zu sehen waren rund 500 Kurzfilme zwischen einer und 45 Minuten Länge. 148 Beiträge hatten an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen.
Oberhausen (dpa) - Bei den 63. Internationalen Kurzfilmtagen hat der chinesische Regisseur Cui Yi für seinen Film "Qiu" (Spätsommer) den Großen Preis der Stadt Oberhausen gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 8000 Euro dotiert.
Der 13 Minuten lange Film über ein jahrhundertealtes Theater in Peking sei "beeindruckend vielfältig", hieß es in der Jurybegründung.
Der mit 4000 Euro dotierte Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs ging an die thailändische Produktion "500.000 Pee" (500.000 Jahre) des Filmemachers Chai Siris. Der Film handelt von einer archäologischen Grabungsstätte in Lampang.
Den Preis des NRW-Familienministerium (5000 Euro) erhielt der kroatische Film "Oni samo dolaze i odlaze" (Sie kommen und gehen einfach) von Boris Poljak. Darin geht es um die Begegnungen zwischen jugendlichen Partygängern und älteren Frühaufstehern an einem Strand in Split.
Für den Film "Die Herberge" des Berliner Regisseurs Ulu Braun gab es den ersten Preis des Deutschen Wettbewerbs und 5000 Euro. Es handele sich um eine "eine faszinierende, hypnotisierende zivilisationskritische Narration, die noch lange nachhallt", so die Jury.