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10. Juli 2013, 19.30 Uhr, Café Central Multimediale Leseperformance über Street Art in Frankreich im Café Central

09.07.2013, 08:56

Als Dimension der individuellen Freiheit umspielt die Poesie jede Ausdrucksform von Street Art, von den New Yorker Unterground-Tags der 1970/80er Jahre bis hin zu Stanley Fairey und Banksy. Insbesondere jedoch von französischen Street ArtistInnen wurden und werden poetische Elemente auch strukturell in die "Kunst der Straße" mit einbezogen. So konzipiert Miss.Tic ihre Schablonen als Einheit von Bild, Kurzpoesie und Signatur, Ernest Pignon-Ernest schafft Begegnungspotential mit einem mannshohen Rimbaud an der Straßenmauer und Blek le Rat begann seine Laufbahn damit, Ratten als Graffitischatten durch die Pariser Straßen zu schicken, zweifellos auch Erinnerungen an den Dichter der "Pest", den Existenzialisten Camus.

Und dann gibt es da noch die leichten, ja scheinbar harmlosen Künstler wie Nemo, Monsieur André und Jérôme Mesnager: Ihre in sich poetischen Kreaturen vagabundieren über Mauern und Gebäude, suchen sich Nischen, winken dem Passanten zu, drehen ihm eine Nase oder liegen in einer Hängematte. "Poesie ist die Alternative zum Kapitalismus", sagt Jérôme Mesnager.

Jorinde Reznikoff und KP Flügel leben und arbeiten in Hamburg, wenn sie nicht gerade in Paris sind. Journalistisch aktiv für die "neopostdadasurrealpunkshow" auf Radio FSK, Hamburg, und als Korrespondenten für "Chroniques Rebelles", Radio Libertaire in Paris. Mit ihren Klang-Lyrik-Performances traten sie im Rahmen von Festivals u. a. in Berlin und Toulouse auf und nun zur FRANKO.FOLIE! In "Poesie der Straße" am 10. Juli im Café Central laden J. Reznikoff und KP Flügel zum visuellen und musikalischen Flanieren durch französische Straßen sowie in Bars und Clubs ein.