Hannover (dpa) l Eine US-amerikanische Experten-Jury hat die deutsche Band Maybebop als beste a-capella-Band der vergangenen zehn Jahre ausgezeichnet. Für den Zeitraum von 2009 bis 2019 hätten sich die Juroren auf die Band mit Wurzeln in Hannover geeinigt, teilte The Recorded A Cappella Review Board auf seiner Website mit. Die Juroren sprachen von einem "nie endenden Ansturm von Originalität, dramatischer Reichweite und Musikalität". Seit zwei Jahrzehnten zeichnet die Jury jährlich weltweit a-cappella-Bands aus – und zum zweiten Mal vergibt sie den "Pick of the Decade" für die beste Formation des Jahrzehnts.

Maybebop – bestehend aus Jan Bürger (Countertenor), Lukas Teske (Tenor und Beatbox), Oliver Gies (Bariton) und Sebastian Schröder alternierend mit Christoph Hiller (Bass) erreichen den Angaben zufolge mit etwa 100 Konzerten im Jahr durchschnittlich 70 000 Besucher. "Wir schaffen den Spagat zwischen Kunst und Kommerz. Maybebop macht Spaß und ist wirklich lustig, tut aber auch weh", erklärte Schröder. "Denn wir singen auch gerne und bewusst über ernste politische und gesellschaftskritische Themen."

Für den "Pick of the Decade" kamen nur Werke infrage, die von der Jury besprochen worden sind. Jedes dieser Album sei ein "Mix verschiedener Musikstile und Themen, von Popmelodien über Discobeats, Polkas, Rap, gefühligen Balladen und Barbershop hin zu afrikanischer Musik und sogar in modernem synkopischen Stil aufgepeppten klassischen Stücken". Und: "Wenn Sie jetzt noch alberne, clevere, anrührende und oft beißend satirische und politische Texte beigeben, dann haben Sie es erfasst."