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Neuss stimmt über Kunstschenkung mit teurem Haken ab

14.04.2016, 10:04

Neuss (dpa) - Dieses wertvolle Geschenk hat einen teuren Haken: Ein Kunstsammler will dem Clemens Sels Museum in Neuss (NRW) Hunderte Exponate mit einem Schätzwert von 35 Millionen Euro überlassen. Seine Bedingung ist allerdings, dass die Sammlung angemessen präsentiert wird.

Doch die Erweiterung des Museums um einen Anbau könnte bis zu 21 Millionen Euro kosten. Hinzu kämen laufende Kosten, die mit einer hohen sechsstelligen Summe pro Jahr veranschlagt werden. Nach einer monatelangen Diskussion über das Für und Wider der Schenkung steht nun an diesem Freitag eine Abstimmung im Neusser Stadtrat an.

Kosten in einer solchen Dimension sind nach Ansicht des Neusser Bürgermeisters Reiner Breuer (SPD) mit Blick auf die Haushaltslage schlicht nicht zu stemmen. Staatsministerin Monika Grütters (CDU) mahnte aber in einem Schreiben an, dass es von gesamtstaatlichem Interesse sei, die Sammlung in Deutschland zu halten. Konkret geht es um 650 Kunst- und Kunsthandwerks-Objekte aus dem Jugendstil und des Symbolismus.

Der 86-jährige Kunstsammler, der bisher anonym blieb, hat familiäre Wurzeln in Neuss. Er möchte, dass die Kunstwerke bei der Schenkung in einer Dauerausstellung zugänglich gemacht werden.

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