Vorbeischauen Tage der offenen Baustelle im Humboldt Forum
Die Welt erklären - das ist der hohe Anspruch des Humboldt Forums in Berlin. Am Wochenende gibt es schon mal einen Einblick in Bau und Programm.

Berlin (dpa) - "Portal auf!" - unter diesem Motto können Besucher am Wochenende einen Einblick in das künftige Humboldt Forum im Berliner Schloss bekommen. An den Tagen der offenen Baustelle gibt es am Samstag und Sonntag (24. und 25. Juni, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr) Gesprächsforen, Performances, Konzerte, Filme und Vorführungen. Auch ein Kinderprojekt und kulinarische Angebote sind geplant.
"Mitten im Prozess, mitten auf der Baustelle erleben Besucherinnen und Besucher unmittelbar die neuartige Herangehensweise des Humboldt Forums", heißt es in der Einladung.
Unter diesem Namen soll das rekonstruierte Berliner Schloss vom Jahr 2019 an ein Museums- und Kommunikationszentrum werden - ähnlich dem Centre Pompidou in Paris. Für 590 Millionen Euro ist es deutschlandweit das größte Kulturprojekt des Bundes. Im Mittelpunkt der Ausstellungen sollen die großen Weltkulturen stehen.
Zu den Tagen der offenen Baustelle kann bereits jetzt das Erdgeschoss des Mammutbaus mit seinen Innenhöfen und Durchgängen weitgehend erkundet werden. Außerdem gibt es einen Parcours rund um das Gebäude.
Im Inneren geben Ingenieure, Archäologen, Ethnologen, Historiker und andere Fachleute in vier Themenblöcken Auskunft über künftige Schwerpunkte des Projekts. Die Gründungsintendanten um den britischen Museumsmacher Neil MacGregor wollen ihr Konzept erläutern.
"Anhand dieses vielfältigen Programms gibt das Humboldt Forum neue Einblicke in die einzigartigen Berliner Sammlungen und in die wechselvolle Geschichte des Ortes sowie einen Ausblick auf das Zusammenwirken aller Akteure und Partnerinstitutionen des Hauses", versprechen die Veranstalter.
Größter Nutzer wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sein. Sie will im Humboldt Forum ihre bis jetzt eher abgelegen in Dahlem untergebrachten Sammlungen außereuropäischer Kunst zeigen. Auch das Land Berlin und die Humboldt-Universität sind beteiligt.