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Trödelshow im ZDF Fälschung bei "Bares für Rares": "Lindenstraße"-Star kriegt keine Händlerkarte

Parfüm-Flakons von der Großmutter wollte "Lindenstraßen"-Schauspielerin Cosima Viola bei "Bares für Rares" verkaufen. Die Expertise von Colmar Schulte-Goltz war jedoch bitter.

Von Tanja Lauch Aktualisiert: 07.01.2026, 15:03
Cosima Viola (rechts) wollte Parfüm-Flakons in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" verkaufen.
Cosima Viola (rechts) wollte Parfüm-Flakons in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" verkaufen. (Screenshot: ZDF/Bares für Rares)

Köln. – Als sich Cosima Viola (37) aus Köln im Pulheimer Walzwerk Anfang des Jahres 2026 bei der ZDF-Sendung "Bares für Rares" vorstellte, stutzte Moderator Horst Lichter (63). "Du kommst mir äußerst bekannt vor", kam er gleich zum Punkt. "Kann es sein, dass wir uns irgendwann, irgendwo begegnet sind?"

Ein wenig amüsiert über diese Frage, verneinte Viola dies, fügte dann aber schnell an: "Ich habe aber mal beim Fernsehen gearbeitet – auch vor der Kamera." Dass sie bei "Bares für Rares" eigentlich Parfüm-Flakons verkaufen wollte, geriet für diesen Moment ins Hintertreffen.

Cosima Viola spielte in der "Lindenstraße" mit

Denn nun war Lichter neugierig und hakte nach, ob man sie denn aus dem Öffentlich-Rechtlichen kenne und ob sie in einer Serie mitgespielt habe. Viola offenbarte, dass sie in der Vergangenheit Schauspielerin in einer Serie war.

"Und die Serie hieß?", wollte Lichter wissen. "Lindenstraße", gab die 37-Jährige zurück und erzählte auf Nachfrage, dass sie von 2001 bis zum Ende 2020 mitgespielt habe. Dort war sie in der Rolle der Jaqueline "Jack" Aichinger zu sehen.

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"Mein Gott", entfuhr es Lichter, der daraufhin erzählte, dass sein Bruder ein großer Fan der Serie war. "Das gehörte zu seinem Leben", fuhr Lichter fort.

Cosima Viola war Schauspielerin in der "Lindenstraße".
Cosima Viola war Schauspielerin in der "Lindenstraße".
(Screenshot: ZDF/Bares für Rares)

Parfüm-Flakons der Großmutter sollen bei "Bares für Rares" verkauft werden

Aber da "Bares für Rares" keine Talkshow ist, kamen Lichter und Viola zurück zum eigentlichen Grund des Besuches: die Parfüm-Flakons.

Diese habe die Kölnerin von ihrer Großmutter geerbt. Die mitgebrachten Teile seien auch nur eine kleine Auswahl der großen Sammlung.

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"Meine Großeltern sind sehr viel gereist, und von diesen Reisen hat meine Großmutter dann auch immer Flakons mitgebracht – gerne auch diese Miniaturen", erklärte Viola.

Experte Colmar Schulte-Goltz (52) begutachtete die Fläschchen, die an das Parfüm L'Air du Temps der italienischen Designerin Nina Ricci erinnern. "1951 gab es nach Vorbildern, die ab 1948 gemacht worden sind, den ersten Flacon dieser Art aus dem französischen Luxushaus Lalique", so der 52-Jährige.

Eine Kölnerin wollte Parfüm-Flakons ihrer Großmutter bei "Bares für Rares" verkaufen.
Eine Kölnerin wollte Parfüm-Flakons ihrer Großmutter bei "Bares für Rares" verkaufen.
(Screenshot: ZDF/Bares für Rares)

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"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz entlarvt Fälschung

Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss stellte er allerdings fest, dass an den Miniaturen jeglicher Hinweis auf den Hersteller oder Nina Ricci fehle. Auch handele es sich bei dem Material nicht um Glas, sondern um Kunststoff.

Bei den drei größeren Flaschen bemerkte er zwar am Flaschenboden eine Gravur. "Bottle made by Lalique", heißt es dort. "Es gab im Zuge der 1980er-Jahre eine Bewegung, dass diese Sachen in großer Stückzahl verfremdet nachgemacht worden sind", fing er an, die Echtheit anzuzweifeln.

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Denn die Gravur sei ungewöhnlich für eine französische Firma. Schulte-Goltz war sich sicher, dass es sich um Nachahmungen handele. "Das sind sogar Fälschungen", entrüstete sich Lichter. "Also vorsätzliche Täuschungen!"

Viola war davon nicht begeistert und stellte fest: "Das heißt, meine Oma wurde richtig auf den Arm genommen?" Aufgrund dieser Sachlage gab es für Lichter nur noch eins zu sagen: "Ich darf dich da nicht rüberschicken." Es gab also keine Händlerkarte für den Ex-"Lindenstraße"-Star.