1. Startseite
  2. >
  3. Kultur
  4. >
  5. TV & Streaming
  6. >
  7. "Hartz und Herzlich": Regina († 70) hatte bis zum Tod keinen Kontakt zu ihren Kindern

Spezialfolge "Hartz und herzlich" Zwangsadoption in der DDR: Regina († 70) hatte bis zum Tod keinen Kontakt zu ihren Kindern

In einer Spezialfolge von "Hartz und herzlich" wird von Regina († 70) Abschied genommen. Bis zu ihrem Tod hat sie ihre drei Kinder, die ihr der DDR-Staat weggenommen hatte, nicht wieder gesehen.

Von Tanja Lauch Aktualisiert: 03.03.2026, 12:44
RTL+ widmete der verstorbenen Regina aus Rostock eine Spezialfolge.
RTL+ widmete der verstorbenen Regina aus Rostock eine Spezialfolge. (Screenshot: "Hartz und herzlich"/RTL+)

Rostock. – Emotional wurde es in einer Spezialfolge von "Hartz und herzlich" am 27. Februar, in der der verstorbenen Regina († 70) gedacht wurde.

Lesen Sie auch: "Hartz und Herzlich": Möbelkauf bei Lisa und Leon aus Schönebeck wird zur Herausforderung

Im Dezember 2025 waren bei Regina ein Gehirntumor und Lungenkrebs festgestellt worden. Am Heiligabend 2025 starb sie im Alter von 70 Jahren. Die gebürtige Thüringerin wohnte zuletzt im Blockmacherring im Rostocker Stadtteil Groß Klein.

Regina unternimmt mehrere Fluchtversuche aus der DDR

In der Gedenksendung kommt auch ihre langjährige Freundin Dani zu Wort. Dani, die auf eigenen Wunsch nicht leibhaftig in der Sendung auftauchte, hatte Regina in ihren letzten Stunden begleitet.

In der Sendung erzählte Dani, dass es sie traurig darüber sei, dass es Regina bis zu ihrem Tod verwehrt blieb, ihre drei Kinder kennenzulernen. Diese waren vom DDR-Staat zur Zwangsadaption freigegeben worden.

Lesen Sie auch: Adoptionen in der DDR: Das Land das Kinder aus politischer Motivation stahl

Für ein Leben in Freiheit hatte Regina mehrfach versucht, aus der DDR zu fliehen. Beim zweiten und dritten Fluchtversuch, so die Rentnerin in einer vergangenen Sendung, sei sie beinahe erschossen worden. Dann sei sie ins Gefängnis gekommen. Sie sei 24 Stunden ohne zu schlafen verhört worden.

Zwangsadoption: DDR-Staat nimmt Regina Kinder weg

Die Konsequenzen ihrer Fluchtversuche habe sie später zu spüren bekommen. "Dann haben sie mir die Kinder weggenommen", erzählte die 70-Jährige. Sie habe nichts unterschrieben und wisse bis heute nicht, wo ihre Kinder sind.

Lesen Sie auch: Verzweifelte Suche: Wohin verschwand Tochter von Lore Bentz nach der Geburt 1979 in Bernburg?

"Ich muss ehrlich sagen, es ist vielleicht auch besser so", grübelte sie. Sie meinte, dass ihre Kinder auch hätten versuchen können, sie zu finden. "Oder die wissen nicht, dass sie adoptiert sind. Es gibt ja auch Eltern, die sagen das nicht."

Regina war Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter. Sie hatte jedoch gehofft, so erzählte Freundin Dani, dass die Kinder sie suchen würden. Zeitlebens hat sie jedenfalls ihre Kinder gesucht – vergeblich.

Lesen Sie auch: Zwangsadoption in DDR: Ex-Dessauer mit historischem Sieg vor Bundesverwaltungsgericht

"Meine Tochter ist jetzt 32", rechnete Regina. "Meine einzige Tochter, die würde ich gerne nochmal sehen." Ein Wunsch, der ihr bis zum Tod nicht erfüllt wurde.

"Hartz und herzlich" erinnert in Spezialfolge an Regina

Regina war über viele Jahre ein fester Bestandteil von "Hartz und herzlich" und bewegte die Zuschauer mit ihrer offenen Art. In der Spezialfolge nahmen jetzt Freunde und Weggefährten Abschied von ihr.

Dabei erinnern sie sich an die wundervollen Momente mit Regina und ihrem Hund Micky. Auch Pamela, die mit Regina eine Zeit lang befreundet war, kommt zu Wort.

Zuletzt waren die beiden Frauen zerstritten. Pamela wurde nicht informiert, dass Regina im Krankenhaus lag. 

Lesen Sie auch: Hartz und Herzlich auf RTL2: So war die erste Folge aus Magdeburg

"Sonst wäre ich hingefahren – fünf Minuten hätten ja gereicht", erzählte Pamela in der Sendung. "Ich hätte gern den Streit aus der Welt geschafft."

Die ganze Abschiedsfolge "Hartz und herzlich Herzensmensch" mit einem Rückblick auf Reginas Leben ist in der Mediathek von RTL+ kostenfrei abrufbar.