Schauspieler Oliver Masucci im Interview

„Ich finde es total gut, dass man im Moment gar nicht mehr weiß, was man sagen darf“

Schauspieler Oliver Masucci hat Alltagsrassismus durch Sprache am einenen Leib erfahren.
Schauspieler Oliver Masucci hat Alltagsrassismus durch Sprache am einenen Leib erfahren. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

München/DUR – Schauspieler Oliver Masucci begrüßt die aktuelle Debatte zu sensibler Sprache. Er selbst sei mit Begriffen wie Itaker, Spaghetti, Spaghettifresser, Pizza­fresser groß geworden, berichtet der in Stuttgart geborene Masucci im Interview mit dem „Playboy“. Insofern finde ich das total gut, dass man im Moment gar nicht mehr weiß, was man sagen darf. Dass man darüber mal nachdenkt und dass das geächtet wird von einer Generation, die da einfach keinen Bock mehr drauf hat.“ Ihn persönlich hätten diskriminierende Begriffe auch als Kind sehr getroffen, erinnert er sich.

Die Debatte „was man noch sagen darf“ wird teils erbittert geführt, seien es Schaumküsse, Grillsoßen oder die Namen von Restaurants oder Apotheken.

Masucci wuchs in Bonn auf, wo seine Familie Restaurants betrieb. Mit 14 spielte er das erste Mal Theater. Als Schauspieler war er unter anderem in „Werk ohne Autor“, „Er ist wieder da“ oder der TV-Neuauflage von Winnetou zu sehen.