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Campingsaison 2026 Kleine Frühlingscheckliste fürs Wohnmobil

Batterie, Flüssigkeiten, Reifen: Wer sein Wohnmobil aus dem Winterschlaf holt, sollte auf einige Details achten, um sicher und entspannt in die erste Frühlingsreise zu starten.

Von dpa 03.03.2026, 13:15
Das gute Wetter lockt: Bevor es losgeht, sollten die Batterien eingebaut, aufgeladen und technische Geräte sowie Reifen und Flüssigkeitsstände gründlich überprüft werden.
Das gute Wetter lockt: Bevor es losgeht, sollten die Batterien eingebaut, aufgeladen und technische Geräte sowie Reifen und Flüssigkeitsstände gründlich überprüft werden. Swen Pförtner/dpa

Frankfurt/Main - Wer sein Wohnmobil über den Winter eingemottet hat, dürfte in den letzten Tagen mancherorts unruhig geworden sein. Der Frühling ist da und erste Touren locken. Doch vor der ersten Ausfahrt gibt es ein paar Dinge zu tun. Der ADAC Hessen-Thüringen hat Tipps parat:

Wer die Batterie vor dem Winter ausbaute, muss diese nun wieder einsetzen und aufladen, falls sie nicht an einem Ladungserhaltungsgerät angeschlossen gewesen war. Der nächste Blick gilt technischen Geräten wie Kühlschrank und Warmwasserboiler. Ist die normale Funktion noch gegeben?

Flüssigkeiten nachfüllen und richtig Druck machen

Auch andere Prüfpunkte - vom Blinker und Licht bis zur Klimaanlage, Lüftung und Heizung - gehören zum Check. Dann müssen die Füllstände kontrolliert und aufgefüllt werden: Wie sieht es bei Motoröl und Kühlwasser aus? Wer hier nicht prüft und gegebenenfalls nachfüllt, riskiert Schäden. Funktionieren die Bremsen noch einwandfrei, ist ausreichend Bremsflüssigkeit vorhanden? Bei Bedarf nachfüllen.

Bevor man den Sommerscheibenreiniger einfüllt, sollte mit Frostschutz vermengtes Wischwasser vollständig geleert werden - also möglichst schnell leerspritzen. Denn Winterfrostschutz hat meist einen Alkoholanteil und eignet sich nicht zur Beseitigung von Verschmutzungen im Sommer – etwa durch Insekten oder Vogelkot. Die Vermischung von Winter- und Sommerzusatz könne zu einer Verminderung der Wirkung führen, so der ADAC. 

Bei den Rädern ist ein Blick auf die Reifen und den richtigen Fülldruck wichtig. Ist noch genug Profil vorhanden? Und sind die Reifen vielleicht schon zu alt? Das Alter lässt sich am vierstelligen Ende der DOT-Nummer an der Flanke ablesen – sie steht für Produktionswoche und Jahr, „0522“ etwa für die fünfte Woche im Jahr 2022.

Der Club rät, Reifen unabhängig vom Profil spätestens nach acht bis zehn Jahren auszutauschen. Denn selbst ungenutzte und gut gelagerte Reifen altern. So härtet beispielsweise die Gummimischung über die Zeit aus, so der Verkehrsclub. Die Folge ist eine Verschlechterung der technischen Eigenschaften des Reifens, etwa hinsichtlich Grip und Bremsweg bei Nässe. 

Auf Sauberkeit und Dichtigkeit prüfen

Bestenfalls haben Campingfreunde die Wassertanks und -leitungen schon vor dem Einwintern gereinigt. Aber auch dann sollte vor dem ersten Gebrauch eine kurze Reinigung erfolgen. Denn in der Pause könnten sich Bakterien gebildet haben.

Bei der Gasanlage untersucht man die Schläuche auf Risse und Schäden hin. Wichtig: Seit 2025 muss man als Halter von Wohnmobilen mit Flüssiggasanlage diese alle zwei Jahre prüfen lassen. Und am Ende: Sind alle Dokumente noch gültig – etwa die HU und die eben erwähnte Gasprüfung – oder steht vielleicht eine Inspektion an?

Je nachdem wo und wie das Fahrzeug eingemottet wurde, dürfte der Aufwand der Außenreinigung entsprechend ausfallen. Innen dürfte es zumeist mit Saugen und Wischen getan sein: Dabei sollte man übermäßige Feuchtigkeit vermeiden, also nur wenig Wasser nehmen - und natürlich ausreichend lüften.