1. Startseite
  2. >
  3. Leben
  4. >
  5. Auto
  6. >
  7. Sicher unterwegs: Schmutz und Schnee: Das Auto in der Winterzeit sauber halten

Sicher unterwegs Schmutz und Schnee: Das Auto in der Winterzeit sauber halten

Der Winter ist eine Herausforderung für Auto und Besitzer. Salz und Steinchen sorgen für freie Straßen, können aber dem Lack schaden. Schmutz und angefrorener Schnee stören am Wagen. Was zu tun ist.

Von dpa 06.02.2026, 16:19
Streusalz und Dreck können dem Auto im Winter ganz schön zusetzen.
Streusalz und Dreck können dem Auto im Winter ganz schön zusetzen. Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Erfurt/München - Der Anblick des Autos ist bei Schnee und Frost keine Freude: Der ganze Wagen von einem grauen Film aus Dreck und Salz überzogen, angefrorene schmutzige Schneemassen in den Radkästen. Dieses Eis unter den Kotflügeln unterschätzen Autofahrer oft, heißt es vom Tüv Thüringen.

Eisklötze können Lenkung blockieren

Ist der bei der Fahrt auf verschneiten Straßen nach hinten geschleuderte Schnee unter den Kotflügeln richtig fest gefroren, kann es sein, dass man nicht mehr richtig lenken kann und das Fahrzeug anders reagiert als gewohnt. Außerdem kann das Eis Schäden an Reifen, Karosserie und Blech verursachen. Wichtig ist daher, regelmäßig und rechtzeitig die Schneeklumpen zu entfernen.

Den aggressiven, salzhaltigen Schmutz steckt eine intakte Lackoberfläche zwar weg, heißt es vom ADAC. Ist der Lack vorgeschädigt mit Kratzern oder Abplatzungen, hat der Rost bei Winterwetter aber leichtes Spiel. Lackschäden seien auch bei neuen Autos sehr schnell von Korrosion betroffen und sollten stets zeitnah ausgebessert werden, so der Tüv Thüringen.

Immer wieder saubermachen

Regelmäßig von Schnee und Schmutz gesäubert werden müssen mindestens die Scheinwerfer, Rücklichter, Scheiben und Außenspiegel. Hauben und Fahrzeugdächer müssen schneefrei und das Kennzeichen muss lesbar sein. 

Wer das ganze Auto durch die Waschanlage schickt, sollte daran denken, vorher alle Reste von Schnee und Eis zu entfernen, rät der ADAC. Diese würden sonst von den Bürsten wie Schmirgelpapier über den Lack gezogen.

Die Waschanlage ist allerdings dann tabu, wenn extreme Minustemperaturen von unter minus zehn Grad herrschen. Denn der durchgekühlte Lack und auch die Gummi- und Kunststoffteile wären sonst beim Kontakt mit warmem Wasser zu großen Temperaturunterschieden ausgesetzt. Und auch das Risiko von vereisten Türschlössern oder angefrorenen Gummidichtungen steigt.

Unterbodenwäsche ja oder nein?

Eine Unterbodenwäsche hat laut dem Tüv Thüringen zwei Seiten. Einerseits könne sie nach der Wintersaison helfen, die Schmutz- und Salzkruste vom Unterboden gründlich zu entfernen. Anderseits könnten durch den hohen Druck bei einem bereits vorgeschädigten Unterboden etwa Wasser in Hohlräume eindringen.

Die Experten von Tüv und ADAC raten, nach dem Winter lieber einen Frühjahrs-Check in der Werkstatt zu buchen. Dabei kann auch der Unterboden kontrolliert und mögliche Schäden am Unterbodenschutz behoben werden.