Autopflege So wird Ihr Auto wieder frühlingsfrisch
Frühjahrsputz fürs Auto: Warum Glanzsprays am Lenkrad gefährlich werden können und wie Sie Kaugummi aus Polstern lösen. Der Tüv Süd gibt Tipps zur Autopflege.

München - Der Winter ist auf dem Rückzug. Jetzt sind auch die Straßen vielerorts wieder völlig frei von Salz und Winterschmutz. Ein guter Zeitpunkt für den automobilen Frühjahrsputz. Wer es noch nicht getan hat, sollte für die Putzaktion zuerst durch die Waschstraße fahren.
Je nach Verschmutzung lohnt eine gründliche Vorwäsche in der Waschbox, um den Winterschmutz gründlich wegwaschen zu können. Wovon der Tüv Süd Laien aber abrät, ist eine Motorwäsche in Eigenregie. Denn wer mit einem Hochdruckreiniger im Motorraum herumfuhrwerkt, kann schnell schwere und teure Schäden verursachen, etwa an der Elektronik. So was sollten nur Fachleute machen.
Diese Utensilien sind bei der Innenraumpflege sinnvoll
Während bei der Außenwäsche die Bürsten rotieren, kann man im Innenraum selbst loswirbeln – ein paar Utensilien vorausgesetzt, so der Tüv Süd, der ein paar nützliche Dinge nennt:
- Staubsauger
- Glasreiniger
- Polsterschaum, eventuell Lederpflegeschaum
- Kunststoffpflegemittel
- Fleckenwasser
- Schwamm, Bürsten, Zahnbürste für kleine Ecken und Winkel sowie Mikrofasertücher
Tipps: Wer meint, Tierhaaren mit Wasser zu Leibe rücken zu können, irrt. Denn damit erreicht man laut Tüv Süd nur, dass die Haare ins Polster einziehen. Da helfen nur Flusenbürsten, ein starker Staubsauger und eine Bürste.
Bei eingedrückten Kaugummis auf Polstern und Teppichen kann man versuchen, sie mit einem Kältespray einzusprühen und sie dann vorsichtig aus den Fasern zu brechen.
Sauber blitzend - aber bitte nicht rutschig
Bei Polsterungen oder Sitzbezügen rät der Tüv Süd - wie auch generell - dazu, die Infos zur Pflege in der Bedienungsanleitung des Autos zu beachten. Für die Pflege von Kunststoffteilen im Interieur seien zwar viele Mittel im Handel, der Tüv Süd rät aber zu Markenprodukten. Von Glanzsprays raten die Fachleute eher ab, denn sie machten die Flächen rutschig.
Vor allem am Lenkrad oder an den Pedalen könne das sogar „fatale Folgen haben“. Pedale und Lenkrad nur so säubern, dass sie nicht rutschig werden. Am besten nur mit klarem Wasser und einem Mikrofasertuch, so der Tüv Süd.
Es gebe auch spezielle Kunststoffreiniger, die eine nicht rutschige Oberfläche hinterlassen. Aber sogenannte Cockpitsprays sind - siehe oben - meist ungeeignet. Deshalb generell: Unbedingt immer auch die Gebrauchsanweisung und Warnhinweise des jeweils Mittels beachten.
Auch bei der Instrumententafel und den Oberflächen der Airbagmodule ist manches zu beachten. Hier dürfe man keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwenden. Denn laut Tüv Süd greifen sie das Material und die Sollbruchstellen des Airbags an, sie können es porös machen und so irreparabel beschädigen. In der Regel gilt zudem: Haushaltsreiniger oder Geschirrspülmittel sind bei der Fahrzeuginnenreinigung tabu, so die Prüforganisation.
Beim Saubermachen auch nicht den Kofferraum vergessen. Denn speziell in der Reserveradmulde kann sich Schmutz und oft auch Feuchtigkeit ansammeln. Und wenn man schon dabei ist, kann man nun nicht mehr benötigtes Winterzubehör ausräumen – das spart Gewicht und am Ende auch Sprit.