Rom (dpa) - Vieles ist in Pandemie-Zeiten anders, aber der Weihnachtsbaum leuchtet trotzdem wieder auf dem Petersplatz. In einer feierlichen Zeremonie wurde die Weihnachtsdekoration mit Krippe und Baum am Freitagabend in Rom eingeweiht.

Die rund 30 Meter hohe Fichte stamme aus Slowenien, hatte der Vatikan mitgeteilt. Die monumentale Krippe aus Keramik sei von Künstlern aus der italienischen Abruzzen-Region entworfen worden.

"Der Baum und die Krippe helfen, eine weihnachtliche Stimmung zu schaffen (...)", hatte Papst Franziskus schon am Vormittag gesagt. Der 83-jährige Argentinier hatte wie üblich die Delegationen der Spender der Dekoration im Vatikan zu einer Audienz empfangen.

Von den Fenstern in den hohen Gebäuden des Kirchenstaats kann Franziskus in den kommenden Tagen auf die Dekoration in der Mitte des Petersplatzes herunterschauen. Auf der Spitze des Baums mit den vielen Lichtern strahlte am Freitagabend ein großer Stern. Eine Musikkapelle spielte die Hymne Sloweniens und "Stille Nacht".

Für das katholische Kirchenoberhaupt dürfte das kommende Weihnachtsfest - wie für viele Menschen weltweit - anders und einsamer werden als sonst. Wegen der Corona-Beschränkungen gibt es kaum Touristen in Rom. Ab 22 Uhr sind die Straßen wegen geltender Ausgangsverbote wie leergefegt. Bars und Restaurants in Italiens Hauptstadt schließen für Gäste schon um 18 Uhr.

Die Christmesse am Heiligen Abend muss der Papst aus Corona-Schutz-Gründen auch früher als gewöhnlich feiern - und mit ganz wenigen Gläubigen. Selbst den Segen Urbi et Orbi am ersten Weihnachtsfeiertag um 12 Uhr werden wohl nur wenige Pilger vor Ort erleben - der Rest kann übers Internet oder Fernsehen zuschauen.

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