Produkte Aus dem Osten Überraschend teuer! Welche DDR-Gegenstände heute besonders gefragt sind
Was einst selbstverständlich in fast jedem DDR-Haushalt war, gilt heute als begehrtes Kultgut. DDR-Sammlerstücke erzielen beim Verkauf teilweise hohe Preise. Welche Objekte besonders gefragt sind.

Magdeburg/Halle (Saale). - DDR-Alltagsgegenstände aus Omas Zeiten sind heute teilweise begehrte Sammlerstücke und erzielen teils hohe Preise beim Verkauf.
Denn viele Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind inzwischen kleine Schätze für Retro-Fans. Das reicht vom robusten Küchengerät über feines Porzellan bis zu alten Radios.
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Kult-Küchenmaschine „RG28“: Klassiker mit Sammlerwert
In vielen Küchen der DDR gehörte die quietschorangefarbene „AKA electric Küchenmaschine RG28“ zum Alltag. Das Mix- und Rührgerät galt als unverwüstlich und war vielseitig einsetzbar.

Heute ist das Modell nicht nur ein Stück Nostalgie, sondern auch ein begehrtes Sammlerstück. Besonders Geräte mit Original-Zubehör erzielen auf Verkaufsplattformen wie eBay Preise von bis zu 100 Euro.
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DDR-Porzellan: „Weißes Gold“ mit Tradition
Beim Kaffeetrinken oder Kuchenessen gab es in vielen DDR-Haushalten Porzellan der Marken „Kahla“, „Mitropa“ oder „Ilmenau Graf von Henneberg“. Diese Geschirre mit kunstvollen Tier- und Blumendekorationen prägen bis heute das Bild von Sonntagskaffeetafeln.

Retro-Fans schätzen das kunstvolle Design so sehr, dass ganze Sets in gutem Zustand bis zu 300 Euro oder mehr bringen können.
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Besonders gefragt sind auch die Kinderteller mit Märchen-Motiven wie Aschenputtel oder Rotkäppchen. Hier geht ein einzelner Teller für etwa 20 Euro in neue Hände über.
Plattenspieler und Radios: DDR-Hifi erlebt ein Comeback
Musik spielte in den DDR-Wohnzimmern eine große Rolle. Aus Plattenspielern und Radios von Marken wie „RFT“, „Stern-Radio“ oder „Robotron“ dröhnten Lieder von Frank Schöbel, Rockhaus oder Karat.

Heute erleben diese Geräte durch den Vinyl-Boom ein echtes Revival. Besonders seltene oder gut erhaltene Modelle mit Originalverpackung können je nach Zustand bis zu 150 Euro wert sein.
Robuste Technik aus dem Erzgebirge: Warum die WM 66 heute gefragt ist
Zu den besonders begehrten Haushaltsgeräten aus DDR-Zeiten gehört neben der "RG28" auch die Waschmaschine WM 66 aus dem Waschgerätewerk Schwarzenberg.
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Das Werk im Erzgebirge war einer der größten Hersteller von Haushaltsgeräten in der DDR. Die WM 66 stand in unzähligen Wohnungen und galt als zuverlässig und langlebig.

Heute ist sie ein Stück Industriegeschichte: Sammler schätzen vor allem ihr typisches Design und ihre robuste Technik. Gut erhaltene oder funktionsfähige Exemplare werden deshalb mitunter für rund 360 Euro gehandelt.
DDR-Blechspielzeug im Aufwind: Diese Hersteller sind bei Sammlern begehrt
Auch DDR-Blechspielzeug erlebt seit Jahren eine starke Nachfrage. Besonders gefragt sind Modelle vom VEB Mechanik und vom VEB Lehmann. Dazu zählen aufziehbare Autos, Motorräder, Eisenbahnen oder Karussells, die früher in vielen Kinderzimmern zu finden waren.
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Weil diese Spielzeuge meist intensiv von mehreren Generationen benutzt wurden, sind gut erhaltene Stücke heute selten. Originale mit funktionierendem Uhrwerk erzielen daher auf dem Sammlermarkt häufig dreistellige Beträge, mit Originalverpackung oft noch mehr.
Wer also noch alte Kartons im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage stehen hat, sollte ruhig genauer hinsehen. Zwischen scheinbar gewöhnlichen Alltagsgegenständen aus der DDR können sich durchaus Dinge verbergen, die heute einen überraschenden Wert haben.