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  7. Familie im Osten: Diese Vornamen waren in der DDR beliebt

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Kindheit im Osten Kennen Sie sie noch? Diese Vornamen waren in der DDR besonders beliebt

Vornamen sagen viel über ihre Zeit. In der DDR zeigte sich das besonders deutlich: Trotz Mauer und Grenzen wählten viele Eltern moderne, oft westlich klingende Namen. Welche Vornamen damals besonders beliebt waren.

Von DUR/fp Aktualisiert: 13.01.2026, 14:18
Vornamen wie Ronny, Uwe, Cindy und Mandy gehörten in der DDR zu den besonders häufig vergebenen Namen.
Vornamen wie Ronny, Uwe, Cindy und Mandy gehörten in der DDR zu den besonders häufig vergebenen Namen. (Foto: Imago/Gerhard Leber)

Magdeburg/Halle (Saale). - Die typischen Vornamen in der DDR waren viel mehr als nur eine Modeerscheinung. Vielmehr spiegelten sie die gesellschaftlichen Sehnsüchte und internationale Einflüsse wider. 

Zwar gab es seinerzeit auch Trends, Comics, Stars oder Fernsehsendungen, die die Wahl der Eltern beeinflussten. Aber: Zu bestimmten Zeiten sollten die Namen auch besonders modern, weltoffen oder westlich klingen.

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In den 50er und 60er Jahren waren beispielsweise Heike und Ulrike beliebte Namen für neugeborene Mädchen, in den 70er Jahren wurden Yvonne und Nicole zum Trend.

    Diese Mädchen-Namen waren in der DDR beliebt:

  • Anke
  • Annett
  • Beate
  • Cindy
  • Doreen
  • Heike
  • Ines
  • Katja
  • Kerstin
  • Mandy
  • Michaela
  • Nancy
  • Nicole
  • Peggy
  • Sabine
  • Sandy
  • Silke
  • Ulrike
  • Ute
  • Yvonne

Jungen, die in den 60er oder 70er Jahren geboren wurden, heißen oft Heiko, René oder auch Uwe. Etwas später, in den 70er und 80er Jahren, wurden dann Ronny und Enrico gern gewählt. Und auch Sven, Steffen und Jens sind typische Namen aus der DDR-Zeit.

    Diese Jungs-Namen waren in der DDR beliebt:

  • Andreas
  • Dirk
  • Enrico
  • Heiko
  • Holger
  • Jens
  • Jörg
  • Lutz
  • Mario
  • Mike
  • Mirko
  • René
  • Ronny
  • Sandro
  • Steffen
  • Sven
  • Tino
  • Toni
  • Torsten
  • Uwe

Westliche Namen, trotz Mauer: So beeinflusste das Fernsehen den Osten

Generell zeigt sich: Ab den 70ern veränderten sich die Namensvorlieben in Ost und West deutlich. Während in Westdeutschland Urlaubsreisen nach Italien oder Spanien zum Standard wurden, schlug sich diese neue Weltoffenheit auch in den Namen nieder. Im Jahr 1975 gehörten zum Beispiel Nicole oder Marco zu den beliebtesten Vornamen im Westen.

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Auch in der DDR wollten viele Eltern ihren Kindern moderne oder westlich klingende Namen geben, oft inspiriert vom Westfernsehen. So tauchen allmählich Namen wie Mandy, Cindy oder Nancy immer häufiger in Ostdeutschland auf, wie der MDR schreibt.

Comics, Serien und Star: auch das „Mosaik“ prägte die Namenswahl in der DDR

Ein echter Namensschatz für die Forschung sind Briefe aus alten DDR-Zeiten, in denen Eltern ihre Namenswahl erklärten. Oft spielten Comics eine große Rolle, vor allem das bekannte „Mosaik“ mit den Digedags.

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Auch Bücher, internationale Künstler, Sportler und vor allem West-Serien wie „Dallas“ beeinflussten die Namenswahl. So gab es mit der US-Serie über Menschen in der texanischen Hauptstadt plötzlich vereinzelt kleine Bobbys oder Pamelas auf den Ost-Spielplätzen.

DDR-Vornamen heute in Sachsen-Anhalt kaum noch gefragt

Die in der DDR weitverbreiteten Vornamen spielen in den heutigen Favoritenlisten kaum noch eine Rolle. Weder Klassiker wie Heike, Yvonne oder Peggy noch Männernamen wie Ronny, Uwe oder Steffen finden sich in den aktuellen Topnamen Sachsen-Anhalts wieder. Stattdessen sind kurze, international geprägte Namen wie Emma, Mia, Noah oder Matteo beliebt.