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Unfälle, Extremwetter, Anschläge Stromausfall – und nun? Diese Dinge gehören in den Notfallvorrat für jeden Blackout

Der aktuelle Stromausfall in Berlin zeigt, wie schnell eine Krisensituation eintreten kann. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) klärt auf, wie man sich am besten darauf vorbereitet.

Von Till Simon Nagel Aktualisiert: 05.01.2026, 11:50
Was tun, damit man ohne Strom nicht auf dem Trockenen und in der Kälte sitzt?
Was tun, damit man ohne Strom nicht auf dem Trockenen und in der Kälte sitzt? (Symbolfoto: Imago/Bihlmayerfotografie)

Magdeburg/Halle (Saale). – Durch Unfälle, Extremwetter oder gar Terrorismus wie jüngst in Berlin, kann die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas für kurze Zeit, aber auch für Stunden oder auch Tage nicht mehr gewährleistet werden.

Auch können durch Cyberangriffe IT-Systeme von kritischer Infrastruktur wie beispielsweise Krankenhäusern gestört werden. Eine gute Vorbereitung kann in solchen extremen Situationen helfen.

Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sollten sich alle Haushalte möglichst für zehn Tage selbst versorgen können. Wie diese Vorbereitung aussehen kann, hat das BBK in einem Ratgeber zusammengefasst.

Wasser, Lebensmittel und Licht: Das sollte in den Notfallvorrat

Was also tun, damit man ohne Strom nicht auf dem Trockenen und in der Kälte sitzt – und dabei noch Hunger hat?

Das empfiehlt das BKK im Falle eines Blackouts:

  • Ein Wasservorrat zum Trinken, Zähneputzen und mehr. Das BBK empfiehlt eine Menge von mindestens zwei Litern pro Tag und Erwachsenem. Davon seien 0,5 Liter zum Kochen gedacht.
  • Wer Haustiere hat, sollte beim Wasservorrat dementsprechend mehr einplanen.
  • Beschaffen Sie haltbare Lebensmittel, die sich auch mit wenig Aufwand zubereiten und sich besonders gut lagern lassen. Geeignet dafür sind etwa Trockenfrüchte, Nüsse, Zwieback, Müsliriegel oder eben Konserven
  • Da bei einem Stromausfall auch der Elektroherd nicht mehr funktioniert, können ein Campingkocher mit Gaskartusche oder ein Gasgrill mit Kochfläche beim Aufwärmen von Speisen helfen. Mit Gas oder Kohle betriebene Kochgeräte nie in Innenräumen benutzen. Es besteht Vergiftungsgefahr.
  • Bargeld für Einkäufe
  • Denken Sie an Licht. Campinglampen – ob mit Gas oder Batterien betrieben – sorgen für Orientierung und mehr Wohlbefinden in der Dunkelheit. Eine kurbelbetriebene Taschenlampe macht Sie von Batterien unabhängig.
  • Warme Kleidung für den Winter. So sind Sie besser auf mögliche Heizungsausfälle eingerichtet.
  • Ein batteriebetriebenes Radio: Darüber können Sie Notfallinformationen empfangen. Sie haben ein Auto? Dann haben Sie auch ein Radio mit Batteriebetrieb.
  • Powerbanks zum Aufladen von elektrischen Kleingeräten wie Smartphone oder Akkutaschenlampen
  • Material für die Erste Hilfe: also Pflaster, Wunddesinfektion, Verbandmaterial und alle notwendigen Medikamente.
In den Notfallvorrat gehören ausreichend Wasser und haltbare Lebensmittel.
In den Notfallvorrat gehören ausreichend Wasser und haltbare Lebensmittel.
(Symbolfoto: Christin Klose/dpa-tmn)

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Weitere Informationen zum Zusammenstellen eines ausreichenden Notfallvorrats gibt das BBK im Netz. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet einen Vorratskalkulator im Internet an. Er hilft beim Ermitteln der nötigen Mengen. Wichtig: Einmal angelegt, muss der Vorrat regelmäßig aufgefrischt werden. 

Wo gibt es im Notfall Hilfe und Informationen?

Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune nach Anlaufstellen für den Notfall. Das können etwa Feuerwachen oder das Rathaus sein. Dort gibt es dann im Ernstfall Informationen oder Hilfsangebote.

Absprachen treffen und an hilfsbedürftige Menschen denken

Und nicht nur der Vorrat ist wichtig. Mit eindeutigen Absprachen für den Ernstfall kann man auch ohne Technik in Verbindung bleiben und hilfsbedürftige Verwandte und Freunde unterstützen. Dabei sollte man auch einplanen, dass pflegebedürftige Angehörige möglicherweise für einige Zeit selbst versorgt werden müssen.

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Mit Familienmitgliedern macht man am besten Treffpunkte aus, etwa das eigene Haus oder die Wohnung als Anlaufpunkt. Dann muss man sich nicht gegenseitig suchen.

Nach Möglichkeit trifft man Vereinbarungen mit Freunden oder Verwandten in anderen Städten. Dann kann man sich im Notfall gegenseitig Unterschlupf bieten. Denn vielleicht gibt es einen Ort weiter schon Strom?

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Nicht vergessen: Irgendwann kommt der Strom wieder

Jeder Stromausfall hat auch mal ein Ende. Ein großes Risiko dann: Brandgefahr durch den unkontrollierten Betrieb elektrischer Geräte.

Schauen Sie also nach, ob Geräte wie Herd, Ofen, Bügeleisen, Wasserkocher, Heizdecken oder Heizlüfter auch ausgeschaltet sind. Damit sie nicht alle schlagartig in Betrieb gehen, wenn der Strom wieder da ist.