Tag der liebE Valentinstag am 14. Februar: Fünf kreative DIY-Geschenkideen
Kein anderer kommerzieller "Feiertag" ist so umstritten wie der Valentinstag am 14. Februar. Aber warum feiern wir ihn überhaupt? Wie der Brauch entstand und mit welchen kreativen DIY-Ideen man dem Partner eine Freude machen kann.

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR. - Kein anderer kommerzieller "Feiertag" ist so umstritten wie der Valentinstag am 14. Februar. Die einen bezeichnen ihn als heteronormativen, kapitalistischen Kitsch. Andere lehnen ihn ab, weil er Singles suggeriere, dass ihnen etwas fehle. Wieder andere sagen, sie bräuchten keinen besonderen Tag, um ihre Liebe zu zeigen.
Es gibt aber natürlich auch viele Menschen, die sich jedes Jahr auf den Valentinstag freuen und ihn von ganzem Herzen zelebrieren. Anstatt eines teuren, gekauften Geschenks gibt es auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und zu basteln. Wir haben eine Auswahl an DIY-Bastelideen zusammengestellt.
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1. Persönliche "24-Stunden-Auszeit"
Statt eines klassischen Wellnessgutscheins bekommt der Partner einen selbst gestalteten Auszeit-Pass. Beim Einsatz von diesem entfallen für einen Tag alle Alltagspflichten. Stattdessen übernimmt der Schenkende Kochen, Einkaufen oder die Organisation mit den Kindern. Ergänzt wird dieser durch kleine gemeinsame Momente wie die Zubereitung des Lieblingsfrühstücks oder eine abendliche Massage.
2. Kulinarische Weltreise für zuhause
Ein selbst zusammengestelltes "Reise‑Menü": drei kleine Gerichte aus unterschiedlichen Ländern, dazu die passende Musik und vielleicht ein kurzer Fun‑Fact zu jedem Land. Ob Spanien, Thailand oder Marokko – der Abend wird so zu einem besonderen Date und einem Mini‑Urlaub ohne Koffer.
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3. Der Klassiker: Individuelle Playlist mit den Lieblingssongs
Ein absoluter Klassiker ist eine persönlich zusammengestellte Playlist, die gemeinsame Songs, Lieblingskünstler und ein paar musikalische Überraschungen enthält. Diese kann während dem gemeinsamen Kochen oder Abendessen gehört werden.
4. Fotobox mit den schönsten gemeinsamen Momenten
In einer selbst gestalteten Fotobox kann man die schönsten gemeinsamen Momente der letzten Jahre festhalten. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Vorlagen für solche Explosionsboxen, in denen etliche Fotos und liebe Botschaften untergebracht werden können.
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5. Eine "Gute-Laune-Box für graue Tage"
Die "Gute-Laune-Box" soll die schlechte Laune an grauen Tagen vertreiben. Dazu kommen motivierende Zitate, Schokolade, ein Duftöl, ein kleiner Witz, ein persönlicher Brief oder ein Gutschein für einen gemeinsames Abendessen. Diese darf dann geöffnet werden, wenn der Alltag schwer fällt.
Welchen Ursprung hat der Valentinstag?
Wie der Brauch entstanden ist, einem geliebten Menschen am Valentinstag etwas zu schenken, lässt sich nicht sicher sagen. Fest steht aber: Der Valentinstag wurde nicht von Blumenhändlern erfunden. Dieses Gerücht ist Quatsch!
Namensgeber für den Valentinstag scheint wohl der heilige Valentin aus Rom zu sein. Er lebte im 4. Jahrhundert und habe Liebespaare christlich getraut, obwohl der römische Kaiser das verboten hatte, schreibt die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM).
Valentin soll den Paaren auch Blumen aus seinem Garten übergeben haben – daher der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken. An einem 14. Februar soll Valentin hingerichtet worden sein, da er nicht von seinem christlichen Glauben abzubringen war, wie es auf der Webseite der EKM heißt.
Wann kam der Valentinstag nach Deutschland?
Ob die Überlieferungen stimmen, lässt sich wohl nie herausfinden. In der katholischen Kirche war der Valentinstag lange ein Gedenktag, 1969 wurde der Tag jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen, weil die Person des Valentins historisch nicht belegt werden kann.
Der Valentinstag wurde seit dem späten 14. Jahrhundert zunächst in Frankreich und England gefeiert. Nach Deutschland kam der Valentinstag erst in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Englische Auswanderer hatten den Valentinsbrauch mit in die USA genommen – von da brachten US-Soldaten ihn nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland. Der Valentinstag setzte sich hierzulande aber nur langsam durch.
Umfrage: Wie wichtig ist den Deutschen der Valentinstag?
Laut einer Umfrage des Statistikportals Statista von 2024 verschenken nur 29 Prozent der Deutschen etwas zum Valentinstag. Von 3.070 Befragten gaben 39 Prozent an, dass sie ihrem Partner oder ihrer Partnerin am 14. Februar kein Geschenk machen. Knapp 22 Prozent schenken nichts, weil sie keinen Partner oder keine Partnerin haben. 10 Prozent der Befragten machten dazu keine Angabe.
Aus einer Statista-Umfrage von 2020 geht hervor, dass den meisten Deutschen der Valentinstag nicht wichtig ist. Zwei Drittel der Frauen und drei Viertel der Männer gaben dies an.
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Rosen-Import nach Sachsen-Anhalt
Im Februar 2023 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes mehr als vier Millionen Rosen als Schnittblumen nach Sachsen-Anhalt importiert. Die Rosen hatten einen Wert von 1.214.000 Euro.
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Im März 2023 war die Zahl der importierten Rosen mit mehr als fünf Millionen Stück zwar noch höher, allerdings lag der Importwert mit 1.188.000 Euro unter dem von Februar. Der Grund dafür ist, dass Rosen rund um den Valentinstag besonders teuer sind – sowohl im Einkauf als auch später im Blumenladen.
Laut Statista ist der Verbraucherpreisindex für Schnittblumen im Jahr 2024 nochmal rasant gestiegen auf einen Indexwert von 134,3.
Es wird also von Jahr zu Jahr immer etwas teurer um den Valentinstag werden, weswegen sich kreative Geschenkideen weiterhin lohnen.