Achtung Kostenfalle!

Angeblich Test-Abo: Verbraucherzentrale warnt vor Rechnungen dubioser Streaming-Webseiten

Betreiber vermeintlicher Streaming-Webseiten verschicken derzeit offenbar vermehrt Zahlungsaufforderungen für imaginäre Jahres-Abos. Die Verbraucherzentrale warnt.

26.10.2021, 13:18 • Aktualisiert: 26.10.2021, 13:46
Illustration: Eine Fernbedienung zeigt auf das Streamnig-Angebot eines Smart-TVs.
Illustration: Eine Fernbedienung zeigt auf das Streamnig-Angebot eines Smart-TVs. (Foto: dpa/symbol)

Halle (Saale)/DUR/mad - Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt aktuell vor vermehrt auftauchenden Zahlungsaufforderungen vermeintlicher Streaming-Portale. Diese seien aufgrund ihrer teils professionellen Aufmachung nur schwer von seriösen Webseiten zu unterscheiden. Bei vielen Anbietern tauche ein "flix", "play" oder "stream" im Namen auf. Es gehe um Summen in dreistelliger Höhe, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Demnach bekommen betroffene Verbraucher E-Mails von den vermeintlichen Betreibern mit Zahlungsaufforderungen für einen Jahres-Abo-Beitrag, der nach Ablauf einer Testphase nun fällig werde. Die  Betreiber berufen sich dabei auf den Abschluss eines kostenpflichtigen Abos, obwohl nach Darstellung von Betroffenen weder transparent auf eine Kostenpflichtigkeit des Angebotes hingewiesen noch ein Button bestätigt wurde, um mit einer „kostenpflichtigen Registrierung“ tatsächlich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zu begründen.

Betrug mit Streaming-Abo: Betreiber verschicken Zahlungsaufforderungen

Laut Verbraucherzentrale würden Betroffene meist über ein Pop-up-Fenster auf eine der Webseiten gelangen, auf denen mit einem fünftägigen kostenlosen Testabonnement geworben werde. Für die Nutzung müsse man sich registrieren und eine E-Mail-Adresse angeben. Jedoch könne man sich auf den Webseiten entweder nicht erfolgreich registrieren oder nach einer erfolgten Registrierung gar keine Filme oder Serien streamen.

Die Daten landen allerdings dennoch bei den Betreibern der Webseiten, die dann Kosten für ein angebliches Abo verlangen.
Nach Feststellung der Verbraucherzentralen agiere seit Jahren ein ganzes Netzwerk an betrügerischen Video-Streaming-Webseiten. Verbraucher sollen auf diese Weise in eine kostenpflichtige Abo Falle gelockt werden.

Unberechtigte Zahlungsaufforderungen: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt bietet Betroffenen Beratung an

Seit Beginn des Jahres 2021 würden Betroffene auch schildern, dass sie per E-Mail zur Zahlung aufgefordert werden, obwohl sie sich nie registriert hätten. Demnach würden die Abzocker mittlerweile E-Mails also auch wahllos an Mail-Adressen schicken. Bezahlen müssen Betroffene laut Verbraucherzentrale in derartigen Fällen allerdings nicht.

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt bietet Beratung zu Fragen zur Berechtigung von Forderungen. Diese seien persönlich, über die E-Mailberatung oder auch telefonisch möglich. Das landesweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale ist unter (0345) 2927-800 für Auskünfte und Terminvereinbarungen zu erreichen.