Welt-Kontinenz-Woche

Harninkontinenz lässt sich meist gut behandeln

Magdeburg (rgm). Spüren Sie oft starken Harndrang? Wie oft verlieren Sie ungewollt Urin? Verwenden Sie Vorlagen? Wem ist es nicht unangenehm, diese und ähnliche Fragen zu beantworten? Dabei sind sie nötig, will sich ein Arzt ein genaues Bild über eine verbreitete und ernstzunehmende Erkrankung machen: die Blasenschwäche, auch Harninkontinenz genannt. Sie geht mit unfreiwilligem Verlust von Urin einher. "Davon betroffen ist etwa jede dritte bis vierte Frau zwischen 30 und 60 Jahren und etwa jeder zehnte Mann", sagt Gynäkologin Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze von der KKH-Allianz anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche vom 20. bis 26. Juni.

Noch immer verschweigen viele Betroffene selbst gegenüber ihrem Hausarzt diese Erkrankung, und manche ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Dabei ist Blasenschwäche heute kein Schicksal, bietet doch die Medizin effektive Behandlungsmethoden. Oft genügt intensives und gezieltes Beckenbodentraining oder die Einnahme von Medikamenten. Nur wenn diese Maßnahmen zu keiner Besserung führen, kann eine Operation notwendig werden."

Einen Vortrag zur Harninkontinenz hält am am kommenden Mittwoch, 29. Juni, ab 16 Uhr Dr. med. Wolfgang Lessel, Facharzt für Urologie, im ServiceCenter Magdeburg der Krankenkasse BKK·VBU (Breiter Weg 193 in 39104 Magdeburg). Die Veranstaltung ist kostenfrei. Der Veranstalterbittet um telefonische Anmeldung unter (0391) 50649390.