„Ökotest“

Auch mildere Reiniger säubern das WC „gut“

WCs sollen ablagerungsfrei und hygienisch sauber sein. Scharfe Reiniger mit Ameisen- und Salzsäure braucht es aber trotzdem nicht. Denn die Kalklösefähigkeit ist nur eines der wichtigen Kriterien.

Von dpa
WC-Ente und 00-Toilettenreiniger: „Ökotest“ hat 20 verschiedene Produkte getestet.
WC-Ente und 00-Toilettenreiniger: „Ökotest“ hat 20 verschiedene Produkte getestet. Christina Sabrowsky/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – - Es muss nicht immer die Chemie-Keule sein: Auch WC-Reiniger mit milderen Säuren erreichen ein gutes Reinigungsergebnis. Das hat ein „Ökotest“-Vergleich von 20 WC-Reinigern gezeigt (Ausgabe: August 2021).

Die beiden Testsieger Blink Naturelle WC-Reiniger von Müller Drogeriemarkt und Domol Eco WC-Reiniger von Rossmann enthalten Zitronen- und Milchsäure und schnitten im Praxistest (Kalklösevermögen, Haft- und Benetzungsverhalten und Materialverträglichkeit) unterm Strich genauso gut ab, wie die Reiniger mit den schärferen und umweltschädlicheren Wirkstoffen Ameisen- und Salzsäure.

Lediglich in der Unterkategorie Kalklösevermögen erreichten nur scharfe Reiniger ein „sehr gut“, einige Reiniger mit Zitronen- und/oder Milchsäure aber auch ein „gut“. Das Benetzungsverhalten stuften die Tester allerdings als fast genauso wichtig wie das Kalklösevermögen ein, denn hiervon hängt entscheidend ab, wie lange der Reiniger einwirkt. Nur das Zitronensäure-Produkt Ecover WC-Reiniger Citrusfrische erzielte hier das Ergebnis „gut“.

Von 20 getesteten Produkten waren im Gesamturteil zwei „sehr gut“, neun „gut“, fünf „befriedigend“, zwei „ausreichend“ und zwei „mangelhaft“. Die zwei mangelhaften Reiniger enthielten neben Ameisensäure noch das bedenkliche Benzalkoniumchlorid, ein unnötiges Desinfektionsmittel, das die Haut reizen und Allergien auslösen kann. Ihre Reinigungsleistung überzeugte nicht, außerdem bemängelte „Ökotest“ unzureichende Hinweise zur nachhaltigen Verwendung auf der Verpackung.