Ratgeber

Fünf Tipps: So füttern Sie Vögel in Herbst und Winter richtig

Die kalte Jahreszeit erschwert für viele Tiere das Überleben - so auch für Vögel. Fütterungsangebote oder einen geeigneten Unterschlupf nehmen die Tierchen daher gerne an. Dabei gilt es einiges zu beachten: Fünf Tipps.

Von Linda May van Bui 26.10.2021, 12:11 • Aktualisiert: 27.10.2021, 14:09
Die Kohlmeise bleibt auch den Winter über in Deutschland.
Die Kohlmeise bleibt auch den Winter über in Deutschland. Foto: dpa/ Symbol

Magdeburg/ DUR - Amsel, Bergfink, Blaumeise und Buntspecht - diese und noch weitere Vogelarten bleiben den Herbst und Winter über in Deutschland. Doch die kalte Zeit stellt für die Tiere eine Herausforderung dar. Was kann getan werden, um Vögeln jetzt geeignete Nahrung und einen gastfreundlichen Aufenthaltsort zu bieten? Der NABU Sachsen-Anhalt hat die richtigen Tipps parat.

Tipp 1: Einen naturnahen Garten bieten

Am besten hilft man laut dem NABU Vögeln im Herbst und Winter mit einem naturnahen Garten. Doch was bedeutet das? Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch heimische Pflanzen, Ecken zum Verstecken mit Gehölzen und Wildwuchs aus. Außerdem sollte auf die Nutzung von Chemikalien verzichtet werden.

Die heimischen Stauden und Gehölze liefern vor allem Schutz und Unterschlupf für Vögel - im Herbst bieten sie zudem auch Samen und Beeren als Futterquelle. "Heimische Wildblumen ziehen Insekten an und sind somit auch eine wichtige Futterquelle", erklärt Grit Liebelt, Pressereferentin des NABU Sachsen-Anhalts, auf Anfrage.

Tipp 2: Diese heimischen Stauden eignen sich als Futterquelle

Fruchttragende Gehölze sind vor allem im Winter eine der Hauptnahrungsquellen für Vögel. Diese Gehölze empfiehlt der NABU, um Vögeln Futter zu bieten:

  • Birnbaum 
  • Kornelkirsche
  • Schlehe/Schwarzdorn
  • Schwarzer Holunder
  • Speierling
  • Vogelbeere
  • Vogelkirsche
  • Weißdorn

Aber auch bestimmte Rosenhecken und Fassadenbegrünungen bieten eine geeignete Nahrungsquelle für die kleinen Besucher.

Tipp 3: Den richtigen Futterspender verwenden

Auch Menschen, die in der Stadt ohne eignen Garten leben, können den Vögeln einen reich gedeckten Tisch bieten. Wichtigste Kriterien bei der Fütterung sind dabei, dass das Futter trocken bleibt und die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es so mit Kot verschmutzen - das könnte zur Verbreitung von Krankheitserregern beitragen. "Sollten Sie dennoch herkömmliche Futterhäuschen verwenden, dann reinigen Sie diese regelmäßig mit heißem Wasser und legen Sie täglich nur wenig Futter nach", erklärt der NABU.

Ein Futtersilo mit Bodenplatte und Dach bietet mehreren Vögeln gleichzeitig Platz, um sich im Winter mit Körnern zu versorgen. Diese Art von Futterhaus kann auch leicht selbst gebaut werden. Der NABU erklärt im Video, wie das geht:

Tipp 4: Dort sollte der Futterspender angebracht werden

Die Futterspender sollten für die Vögel von allen Seiten gut erreichbar sein. Wichtig ist auch, dass Haustiere wie Katzen oder Hunde keine Chance haben, an den Futterspender zu gelangen. In nächster Nähe sollten sich Büsche oder Bäume befinden, die den Vögeln ein sicheres Umfeld bieten.

Der NABU rät: "Achten Sie darauf, dass in der Nähe befindliche Glasscheiben für die Vögel nicht zu tödlichen Fallen werden. Vermeiden Sie Durchsichten oder Spiegelungen in Ihren Fenstern. Bekleben Sie gefährliche Scheiben von außen mit beliebigen Aufklebern oder Mustern."

Tipp 5: Das richtige Futter für die Vögel wählen

In vielen Geschäften werden günstige Vogelfuttermischungen oder Meisenknödel verkauft. Doch der NABU appelliert hier zu Vorsicht: "Achten Sie beim Kauf von Meisenknödeln und ähnlichen Produkten darauf, dass diese nicht, wie leider noch häufig üblich, in Plastiknetzen eingewickelt sind. Vögel können sich mit ihren Beinen darin verheddern und schwer verletzen."

Keinesfalls sollte man zudem salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist laut NABU nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt.